Die Globus-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Bruttoumsatz von 8,0 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Ohne das Tankstellengeschäft lag das Wachstum allerdings lediglich bei 0,4 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 1,9 Prozent auf 195,1 Millionen Euro. Das Globus-Geschäftsjahr lief vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026.
Die Zahlen sind auf vergleichbarer Basis ermittelt worden, also vor Sondereffekten und unter Angleichung der Vorjahreszahlen, sodass das Russland-Geschäft nicht enthalten ist. Globus hatte die russischen Standorte zum 1. Januar 2025 abgespalten und in eine rechtlich eigenständige Gesellschaft überführt. An dieser sind die Globus-Gesellschafter weiter beteiligt. Zuletzt hatte die Einberufung von Altkanzler Gerhard Schröder in den Aufsichtsrat des russischen Globus-Ablegers für Aufsehen gesorgt.
Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen zeigte sich die Globus-Führung zufrieden. „Wir blicken auf ein gutes und zugleich sehr intensives Geschäftsjahr zurück. Das wirtschaftliche Umfeld war anspruchsvoll, die Konsumstimmung blieb verhalten“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Matthias Bruch laut Mitteilung. Steigende Kosten, Bürokratie und geopolitische Unsicherheiten hätten den Handel gefordert.
Die Lebensmittelmärkte der Gruppe, sogenannte Hypermärkte, steigerten ihre Bruttowarenumsätze um 1,5 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro. Den Angaben zufolge leistet die eigene Herstellung von Lebensmitteln in den Märkten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung. Rund die Hälfte der Mitarbeiter an den deutschen Standorten arbeitet in den Bäckereien, Metzgereien und Restaurants der Märkte. Der Umsatzanteil der Eigenproduktion stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,7 Prozent. In Spitzenmärkten machen vor Ort selbst hergestellte Lebensmittel einen Umsatzanteil von über 30 Prozent aus, teilte das Unternehmen mit.
Die Baumärkte der Gruppe steigerten ihren Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro. Der Marktanteil baute sich auf 9,6 Prozent aus. Im September 2026 eröffnete das Unternehmen einen neuen Baumarkt in Bielefeld. Der Standort bietet auf über 12.000 Quadratmetern mehr als 60.000 Artikel. Mit dem Projekt schuf Globus 80 neue Arbeitsplätze. Es ist der 91. Baumarkt des Unternehmens.
Globus gründet Einkaufsallianz und expandiert
Im August 2025 schloss sich Globus als Gründungsmitglied der europäischen Einkaufsallianz Concordis an. Matthias Bruch übernahm innerhalb der Allianz die Präsidentschaft für die RTG International. Die Allianz ermöglicht den beteiligten Unternehmen die Bündelung von Einkaufsvolumina bei internationalen Markenlieferanten. Ziel ist es nach Angaben des Unternehmens, ein attraktives Sortiment und faire Preise für die Kunden sicherzustellen. Zudem verlängerte Globus die 2021 gestartete Zusammenarbeit mit Payback langfristig.
Mitte September schloss das Unternehmen den Standort Hamburg. In Trier erhielt Globus Ende 2025 die Baugenehmigung für eine neue Markthalle. In Tschechien bereitet das Unternehmen den Baustart für einen weiteren Hypermarkt in Brünn vor. In Tschechien betreibt Globus zudem das kleinflächige Nachbarschaftsformat Globus Fresh. Der vierte Standort in Brünn übertrifft laut Mitteilung die ursprünglichen Umsatzplanungen deutlich. Das Unternehmen baute zudem sein E-Commerce-Angebot aus. Seit Jahresbeginn wuchsen Umsatz und Anzahl der Bestellungen im Onlineshop um mehr als 50 Prozent.
Zum 1. Oktober trat Paulo Kadilar als Sprecher der Geschäftsführung die Nachfolge von Erich Huwer an und verantwortet den Bereich Vertrieb. Joachim Hoffmann übernahm den Geschäftsführungsbereich Einkauf. Pia Frey trägt weiterhin die Verantwortung für den Bereich Finanzen und Personalmanagement.
Die Globus-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben in ihren 76 Lebensmittelmärkten, sogenannten Hypermärkten, sowie 91 Baumärkten mehr als 33.500 Menschen, davon knapp 28.000 in Deutschland.