Biomärkte Hohe Kohlendioxid-Emissionen

Lebensmittel Praxis | 16. Juli 2013

Verbraucher verursachen beim Einkauf in Biomärkten mehr Kohlendioxid-Emissionen als Kunden von normalen Supermärkten. Das hat eine Studie der Universität Gießen ergeben.

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Als Grund für den höheren CO2-Fußabdruck auf Konsumentenseite nennt die Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Elmar Schlich, dass Biomarkt-Kunden im Schnitt

ignifikant weniger einkaufen, aber längere Einkaufswege zurücklegen, weil Biomärkte nicht flächendeckend vorhanden seien.
Befragt wurde 275 Kunden von Biomärkten in mittelhessischen Städten sowie 400 Supermarkt-Kunden in Gießen. Die Bio-Konsumenten verursachen im Schnitt für ihre Einkaufswege rund 1.000 g CO2 pro Kilogramm Bio-Produkt – mehr als das Dreifache des deutschen Durchschnitts und mehr als das Achtfache der befragte

Supermarkt-Kunden.
Schlich fordert die Verbraucher auf, einen eigenen Beitrag zur CO2-Einsparung zu leisten: „Wer mit seinem Auto etliche Kilometer in die Stadt zum Biomarkt oder weit ins Umland zum Hofladen fährt, um dort 'Bio' zu kaufen, tut der Umwelt keinen Gefallen." Dringend erforderlich sei eine „effizientere Logistik von Bio-Produkten bis zur Haustür der Verbraucher".