Bundeskartellamt Ermittelt im LEH

Lebensmittel Praxis | 16. September 2011

Zur oft kritisierten Macht der Handelsunternehmen im Lebensmittelbereich hat das Bundeskartellamt jetzt umfangreiche Ermittlungen gestartet.

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An 21 Handelsunternehmen und rund 200 Hersteller seien umfangreiche Fragebögen versandt worden, teilt die Behörde mit. Damit sollen die Machtverhältnisse zwischen Händlern und Herstellern bei der Beschaffung von Nahrungs- und Genussmitteln ausgelotet werden.

Untersucht werden zunächst größere Warengruppen, aber auch in Stichproben neun Produktmärkte. Dazu gehören Gemüsekonserven, Milch, Butter, gekühlte (Milch)Kaffeegetränke, Ketchup, Tiefkühlpizza, Röstkaffee und Schaumwein. Auch die Ergebnisse aus bereits abgeschlossenen Fusionskontrollverfahren sollen bei der Untersuchung berücksichtigt werden.

In der zweiten Stufe der Untersuchung geht es darum, ob die führenden Handelsunternehmen Einkaufsvorteile gegenüber ihren Wettbewerbern genießen und worauf diese Vorteile im Einzelnen beruhen. Zudem soll dann aufgezeigt werden, welche Auswirkungen das auf den Wettbewerb hat. Die Fragebögen für die zweite Stufe sollen im Januar 2012 verschickt werden. Einen Zwischenbericht will das Bundeskartellamt noch 2012 vorlegen.