HDE Offen für Beschäftigung von Flüchtlingen

LEBENSMITTEL PRAXIS | 17. November 2015

Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands (HDE), fordert mehr Rechtssicherheit für die Beschäftigung von Flüchtlingen. „Wir sind sehr offen dafür, geeignete Flüchtlinge einzustellen, auch vor dem Hintergrund positiver Erfahrungen mit Migranten", sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser der Tageszeitung „Die Welt“.

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Es brauche aber Rechtssicherheit und zügige Asylverfahren. Unternehmen und Asylantragsteller müssten sicher sein, legal zu handeln. Und wer eine Ausbildung beginnt, müsste sicher sein, sie auch beenden zu dürfen, sagte Sanktjohanser. Dafür wäre nach seiner Einschätzung eine Flexibilisierung beim Mindestlohn hilfreich, beispielsweise die Möglichkeit zu längeren mindestlohnfreien Praktika. Der Handel werde von der Zuwanderung profitieren, glaubt der Präsident. Es liege auf der Hand, dass die fast 1 Mio. Menschen, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen, konsumieren und die Konsumnachfrage beleben. Die Flüchtlinge würden aber zunächst öffentlich versorgt. „Man darf also nicht zu viel erwarten, beispielsweise wenn es um mehr Besucher in den Innenstädten geht.“