Kaiser’s Tengelmann Filial-Geschäft beeinträchtigt

LEBENSMITTEL PRAXIS | 13. Oktober 2015

Die Gewerkschaft Verdi fürchtet bei einer Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka massive Verschlechterungen für die Beschäftigten in Bayern. Bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag (15. Oktober) in Unterschleißheim bei München sollen die Mitarbeiter über den aktuellen Stand der Verhandlungen informiert werden. Da rd. 2.200 Mitarbeiter von Tengelmann zur Betriebsversammlung kämen, werde dies Auswirkungen auf die Filialen haben.

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Es sei zu erwarten, dass mehr als 100 Filialen im Raum München, sowie in Augsburg und dem bayerischen Oberland am Vormittag geschlossen blieben, so Verdi. Das bayerische Wirtschaftsministerium hatte den umstrittenen Zusammenschluss der Supermarkt-Ketten vor wenigen Wochen in einer Stellungnahme befürwortet. Für eine Fusion sprächen „überragende Gründe des Gemeinwohls“, während mögliche Wettbewerbsveränderungen begrenzt seien, beziehungsweise durch gegenläufige Effekte aufgewogen würden. Verdi hatte scharfe Kritik an dieser Einschätzung geäußert. Damit heize die Staatsregierung den Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel weiter an.