Rewe Group Pro-Planet-Projekt mit Hochschule Osnabrück

LEBENSMITTEL PRAXIS | 18. November 2014

Die Rewe Group bietet ab sofort in ihren Märkten in Niedersachsen sowie in Hamburg und Bremen unter den beiden Marken „Rewe Regional“ (Rewe) und „Heimat schmeckt“ (Penny) erstmals Eier aus einem Pilotstall an, bei dem die Schnäbel der Legehennen nicht amputiert wurden. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Osnabrück und der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

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Im Rahmen des Projekts wurden im September am Standort Lohne 46.000 Legehennen eingestallt. Nach Angaben der Rewe werden die Hennen „nach wissenschaftlichem Kenntnisstand bedarfsorientiert, nicht kostenoptimiert, in Bodenhaltung gehalten“, moderne Technik erfasst Klima- und Lichtveränderungen digital. Das Projekt wird vom Land Niedersachsen finanziell gefördert.

„Zentrales Ziel des Projekts mit Tieren, deren Schnäbel nicht amputiert werden, ist es, die Verhaltensstörungen Federpicken und Kannibalismus zu verhindern oder zumindest zu verringern“, erläutert Projektleiter Professor Robby Andersson von der Hochschule Osnabrück. Dazu soll eine Liste der Risiken und der erfolgreichen Maßnahmen identifiziert werden. Die Eier im 6er-Pack tragen das Rewe-eigene Nachhaltigkeitslabel Pro Planet sowie das Siegel „Ohne Gentechnik“, weil auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln verzichtet wurde.

Seit November schult der Kölner Handelskonzern in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück auch Farmmanager und Betriebsleiter von Aufzucht- und Legehennenbetrieben in Bezug auf den langfristigen Verzicht des Schnäbelkürzens.