Das Zentrallager des Discounters Norma im bayerischen Regenstauf hat nach einem Rattenbefall und erheblichen Hygienemängeln laut den zuständigen Behörden deutliche Fortschritte bei der Beseitigung der Probleme gemacht. Das Landratsamt Regensburg teilte mit, dass bauliche Mängel behoben und die Hygiene spürbar verbessert worden seien. Bei der jüngsten Kontrolle seien weder Fraßspuren noch Rattenkot festgestellt worden.
Im August hatten Lebensmittelkontrolleure in dem Lager Ratten und Verunreinigungen entdeckt. Auslöser der ersten Kontrolle Anfang August war laut dem Sprecher des Landratsamtes ein Hinweis eines Verbrauchers. Bei zwei Nachkontrollen waren die Mängel demnach nicht vollständig beseitigt, woraufhin die Behörde dem Betreiber 17 Einzelmaßnahmen auferlegte. Im September wurden die Zustände öffentlich bekannt.
Eine Gesamtbewertung könne noch nicht vorgenommen werden, sagte der Sprecher des Landratsamtes. Die unangekündigten Kontrollen der vergangenen Wochen zeigten jedoch eine Verbesserung. „Das erreichte Hygieneniveau muss nun dauerhaft stabilisiert werden“, hieß es in der Mitteilung der Behörde. Regelmäßige Nachkontrollen sollen folgen.
Norma behebt bauliche Mängel und setzt Schädlingsbekämpfung fort
Zu den baulichen Mängeln zählte einer Norma-Sprecherin zufolge unter anderem ein Rolltor, das sich nicht richtig schließen ließ. Diese Probleme seien inzwischen behoben, dem Lager sei ein „sauberer Zustand“ attestiert worden. Die Schädlingsbekämpfung werde konsequent fortgeführt und die Kontrollmaßnahmen eng mit den Behörden abgestimmt, so die Sprecherin.
Norma betonte, dass verunreinigte Waren korrekt entsorgt worden seien. Auch das Landratsamt erklärte, es gebe keine Erkenntnisse darüber, dass kontaminierte Waren an Filialen ausgeliefert worden seien.
