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Euroshop Filigrane Truhen

Susanne Klopsch | 27. Mai 2020
Euroshop: Filigrane Truhen
Bildquelle: Mirco Moskopp

Dass Kühl- und Tiefkühlgeräte energieeffizient sind, wird vorausgesetzt. Bei der Euroshop sprachen Hersteller daher viel lieber über filigrane Truhen, den freien Blick auf die Ware und die Temperaturzonen.

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Freie Sicht auf die Ware, individualisierbare Optik, mehrere Temperaturzonen in einem Möbel: In Sachen Kühlung und Kühlgeräte zeigte die jüngste Euroshop, dass Einheitsgrau in der TK-Abteilung oder im Mopro-Bereich nicht sein muss.
Dank Digital- beziehungsweise Siebdruck können die Verkleidungen von Truhen oder Schränken optisch individuell gestaltet werden. Sei es das Konterfei des Händlers, seine hauseigene Regalbeschriftung, eine blühende Wiese oder eine farblich changierende Fläche, die Möbel fügen sich harmonisch ein in die händlereigene Ladenoptik. Die persönliche Note können auch LED-Komponenten unterstreichen. Insgesamt beobachtet etwa Christine Selling-Axmann, Marketing Hauser, dass dabei Holzoptik stärker nachgefragt werde.

Truhen und Schränke kommen zudem optisch immer leichter daher: Vielfach konnte die Glasfläche vergrößert werden, etwa weil der Unterbau dank kompakterer Technik weniger Platz braucht. Das wirkt nicht nur leichter, es macht zudem die Ware sichtbarer – und erhöht das Fassungsvermögen des Möbels bei unveränderten Außenmaßen. Carrier zeigte hierzu etwa die TK-Insel E6-Irios. Diese Truhe ist zudem etwas niedriger, was für den Kunden bequemer sei (und so auch für den Mitarbeiter, der Ware verräumt). Den modernen und transparenten Look unterstützt die verbesserte LED-Beleuchtung im Handlauf. Unterm Strich wurde die seitliche Glasfläche um etwa 15 Prozent erhöht. Zum Thema Leichtigkeit und freie Sicht auf die Waren passen auch die Türen komplett aus Glas, die es etwa bei Hauser zu sehen gab oder bei Carrier mit der Serie Medea.

Zwei oder mehr Temperaturzonen in einem Möbel: Hier gab es bei der Messe gleich mehrere spannende Lösungen zu sehen. Bei Hauser etwa mit der „Renima Hot Kombi“: Das offene SB-Möbel kombiniert Kühlung und Heißbereich. Ein Stück Pizza auf der einen Seite, auf der anderen Seite etwa den gekühlten Saft, einen Softdrink, vorgeschnittenes Obst oder Eiskaffee für den eiligen Kunde auf dem Weg in die Mittagspause. Das Warmhaltemodul kommt ohne Wasser aus. Selbst Pommes Frittes sollen sich laut Hauser dort längere Zeit knusprig und heiß halten.

KMW 2020 nennt KMW Kühlmöbelwerk Limburg sein „Kühlmöbel der nächsten Generation“. Im Blick habe man die wandelnden Bedürfnisse des Lebensmittelhandels gehabt, hieß es am Messestand. Für die Modellreihe neu entwickelt wurde das Air-Cooling-System: Damit verfügt das Möbel über bis zu drei unterschiedliche Temperaturzonen, die sich nach dem Auslagenraster der Regalböden richten. „Durch die Reduzierung der elektrischen Leistungsaufnahme der Ventilatoren wird der Kälte- und damit der Energiebedarf drastisch reduziert“, sagt Miquele Stehning vom Marketing bei KMW. Die Drehzahl der Ventilatoren werde elektronisch geregelt, das verhindere die Bildung von Kondensat. „Damit kommt KMW 2020 ganz ohne elektronische Zusatzheizungen aus“, sagt Stehning. Das Air-Control-System sorge zudem für ein Abtauen ohne Heizung für die Temperaturklassen M0-HACCP, M1 und M2. Hygienische Vorteile sieht der Hersteller zudem durch den Verzicht auf Waben im Möbel: Dahinter steckt die KMW Air-Knife Luftschleiertechnik.
Erstmals unter dem Dach der Daikin-Gruppe präsentierte AHT aus Österreich seine Neuheiten bei der Euroshop. In neuem Gewand mit nur noch schmalen Kunststoffteilen und tief herunter gezogener Verglasung etwa die Serie Montreal: leicht wirkende Truhen für TK und Pluskühlung mit maximaler Sicht auf die Ware. Auf Kundenwunsch neu entwickelt wurde eine Slide-Version für die Truhendeckel, bei der der geöffnete Bereich größer ist und die gesamte Tiefe der Truhe zugänglich.

Kommt der Kunde gut und ohne Mühe an die Produkte heran, erleichtert das auch dem Mitarbeiter die Arbeit beim Verräumen frischer Ware. Neue Wege bei der technischen Wartung geht AHT mit der Serie Kalea. Das Neue versteckt sich in den Kassetten am Geräteboden: In den Schubladen verbergen sich Herz und Hirn des Kühlmöbels. „Bei technischen Wartungen wird die Schublade geöffnet und die Kassette bei Bedarf ausgetauscht, sodass der Weiterbetrieb des Gerätes nicht gestört wird“, heißt es bei AHT. Die Geräte arbeiten zudem mit mehreren Kältekreisläufen, sodass bei einem Ausfall eines Kreislaufes ein anderer kühlen kann, bis der Servicetechniker vor Ort ist.

Kompakte Lösungen auch für kleinere Shop-Formate zeigte Hauser mit der Kombination von Remeta-Wandkühlregal und einem Mirengo-TK-Schrank in Gondelaufstellung: Der Kunde findet Gekühltes und Tiefgekühltes an einem Ort.
In seinem gut 140 Quadratmeter großen „The Market“ zeigte Carrier, wie ein moderner Convenience-Shop inklusive Gastro- und Catering-Bereich aussehen kann. Das reichte von der Salatbar bis zum Möbel, das innerhalb von 20 Minuten vom Angebot für heiße Speisen auf ein Präsentationsmöbel für gekühlte Getränke oder Salate umgebaut werden kann. Betrieben wurde alles von der „Quiet Cool Unit CO2“, die sich sowohl um Plus- als auch Minus-Kühlung kümmert, die Klimaanlage und die technische Versorgung des Zubereitungsbereichs.