Anders Einkaufen Shopwings: Das Partner-Konzept

Persönliche Einkäufer gewährleisten bei Shopwings die taggleiche Lieferung von Lebensmitteln aus dem stationären Handel zum Kunden. Die LP hat sich den Service angeschaut und einen Shopper begleitet.

Donnerstag, 26. Februar 2015 - Management
Bettina Röttig
Artikelbild Shopwings: Das Partner-Konzept
Bildquelle: Hangen

Körperlich fit, in Besitz eines Smartphones und fahrbaren Untersatzes. Das sind die Mindestvoraussetzungen, die ein Bewerber für die Position des persönlichen Einkäufers für den Lebensmittel-Lieferdienst Shopwings mitbringen sollte. Im Oktober 2014 in München, einen Monat später in Berlin und Ende Januar 2015 in Sydney gestartet, versteht sich der Service, hinter dem Hauptinvestor Rocket Internet und damit die Samwer-Brüder (Zalando) stehen, als Bindeglied zwischen stationärem und Online-Handel. Das Besondere: Die Einkäufe, die über den Online-Supermarkt getätigt werden, gehen dem stationären Handel nicht verloren – im Gegenteil, denn der Einkauf erfolgt im lokalen Supermarkt. Hierfür kooperiert Shopwings mit diversen Handelsketten, vom Discounter bis zum Feinkost-Spezialisten. Der Vorteil für den Kunden: Zeitersparnis und Bequemlichkeit. Zu Supermarktpreisen zuzüglich einer Liefergebühr bekommt er frische Lebensmittel und schwere Getränkekisten nach Hause geliefert – noch am gleichen Tag.

Philipp ist einer von derzeit rund 50 Shoppern, die für Shopwings-Kunden in Münchner Supermärkten einkaufen. Der 23-jährige VWL-Student arbeitet zwei- bis dreimal die Woche für das Start-up-Unternehmen und hat die LP auf eine Einkaufstour ins Frischeparadies mitgenommen.

 

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Bild öffnen Der modere Einkaufszettel und Arbeitsauftrag kommt per App aufs Handy. Produktabbildungen, Kartenfunktion und direkter Kontakt zum Kunden erleichtern die Arbeit der Einkäufer von Shopwings.
Bild öffnen Online bestellt, offline eingekauft: Shopwings kooperiert mit verschiedenen Handelsketten. Der Kunde entscheidet, wo eingekauft werden soll. Aus rund 2.200 Artikeln können Shopwings-Kunden allein bei Frischeparadies auswählen. Personal Shopper Philipp wird zum ersten Mal in den Feinkosttempel geschickt. Nach Warengruppen geordnet erscheinen die einzelnen Artikel in der Shopwings-App. Artikel bekommen: Abhaken. Weitersuchen.
Bild öffnen Äpfel, Thai-Mango und Orangen gilt es in der Obst- und Gemüseabteilung erst einmal selbst abzuwiegen. Arbeitsschritte, die Zeit kosten.
Bild öffnen Ist ein Artikel nicht verfügbar, wird dies in der Shopper-App gekennzeichnet.
Bild öffnen Noch im Laden ruft Philipp seine Kunden an, um sie darüber zu informieren, ob alle Artikel erhältlich waren und gegebenenfalls nachzufragen, ob und wenn ja, welches Ersatzprodukt er kaufen soll.
Bild öffnen Per Paypal oder Kreditkarte können Shopwings-Kunden ihre Rechnung vorab begleichen. Shopper Philipp zahlt im stationären Geschäft mit Prepaid-Kreditkarte oder Bargeld.
Bild öffnen Hingucker und Marketing-Instrument: Auf Kapuzenpulli und Einkaufstasche in Signalrot prangt gut sichtbar das Shopwings-Logo.
Bild öffnen Ausgeliefert wird mit dem eigenen fahrbaren Untersatz – dem Auto, Motorrad oder zumindest Fahrrad. Kühlbedürftige Artikel packt Philipp für den Transport zum Kunden in eine Kühlbox.
Bild öffnen Ohne Bürokratie geht auch hier nichts. Ein Lieferprotokoll hält fest, ob die Bestellung vollständig und pünktlich ausgeliefert werden konnte.
Bild öffnen Zieladresse: fünfte Etage – ohne Aufzug: Keine Seltenheit für die Shopwings-Einkäufer. Eine gute körperliche Verfassung ist daher Voraussetzung für eine Anstellung als Personal Shopper.
Bild öffnen Einkäufe verstaut. Kunde glücklich. Bereits ab zwei Stunden nach Abschicken der Bestellung liefert Shopwings die gewünschten Lebensmittel bis zum Kühlschrank des Kunden. Das Anlieferfenster: gerade mal 60 Minuten. Für Stammkundin Anna, berufstätig und zweifache Mutter, ist der Service und der damit verbundene Zeit-Vorteil eine echte Erleichterung im Alltag.