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Fleisch-Star 2020 Zurück zu den Wurzeln

Heidrun Mittler | 09. März 2020
Fleisch-Star 2020: Zurück zu den Wurzeln
Bildquelle: Peter Eilers

Nach dreijähriger Abstinenz tagte die Fleischbranche wieder auf dem Petersberg. Der Fleischkongress zeigte Probleme auf: Afrikanische Schweinepest, Coronavirus, Klimawandel.

Hoch oben über dem Rhein tagt es sich doch am besten. So die einhellige Meinung der Fleischbranche, die sich zum 28. Deutschen Fleischkongresse der Lebensmittel Praxis wieder auf dem Petersberg getroffen hat. Der ursprüngliche Veranstaltungsort erstrahlt nach umfassender Renovierung wieder im vollen Glanz. Hierhin kamen rund 400 Gäste aus Handel und Industrie, um sich zu informieren und mit Kollegen auszutauschen.

Welche wichtigen Herausforderungen unmittelbar vor der Tür stehen, machte der Fachkongress tagsüber deutlich. Das Coronavirus wirbelt die Märkte durcheinander, in chinesischen Häfen werden Ladungen Schweinefleisch nicht gelöscht. Die Afrikanische Schweinepest kratzt schon an unserer Pforte, sprich, erste Fälle sind unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze nachgewiesen. Fleisch aus dem Labor wächst schon jetzt in der Petrischale und konkurriert vielleicht schon in wenigen Jahren mit traditionellen Produkten. Alternative Proteine auf pflanzlicher Basis erobern die Regale. Die Konsumenten sorgen sich ums Tierwohl, insbesondere jüngere Verbraucher zeigen ein anderes Bewusstsein und Verhalten als vorherige Generationen. Und: Wie sollen die Fleischproduzenten mit dem Klimawandel umgehen? Viele wichtige Fragestellungen, über die Experten referiert haben und die für Gesprächsstoff an den Partnerständen sorgten.

Die „Fleischeslust“ aber haben sich die Teilnehmer nicht verderben lassen. Sie feierten begeistert ihre Stars, sprich, die besten Thekenteams und den Branchennachwuchs. Die Party dauerte bis zum Morgengrauen.