USA/China Washington verlängert Zollpause im Handelsstreit mit Peking

Die USA setzen die erhöhten Zölle auf chinesische Importe für weitere 90 Tage aus. Zuvor hatten sich beide Länder mit extremen Zollsätzen von bis zu 145 Prozent überzogen. Die Rechtmäßigkeit der US-Zölle wird weiterhin vor Gericht verhandelt.

Dienstag, 12. August 2025, 12:58 Uhr
Lebensmittel Praxis (mit dpa)
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Die USA setzen die erhöhten Zölle auf China-Importe um 90 Tage aus. Beide Länder wollen die Handelsgespräche fortsetzen.
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Die USA haben die erhöhten Zölle auf chinesische Importe um weitere 90 Tage ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete kurz vor Ablauf der bisherigen Regelung ein entsprechendes Dekret, wie die US-Regierung mitteilte. Die neue Frist läuft nun bis zum 10. November.

Noch im Frühjahr hatten sich beide Volkswirtschaften mit extremen Zollsätzen überzogen. Die USA erhöhten die Extraabgaben auf chinesische Importe auf bis zu 145 Prozent, China konterte mit 125 Prozent und Exportkontrollen auf strategisch wichtige Rohstoffe. Mitte Mai setzten beide Seiten die Zölle für 90 Tage aus. Seitdem erhebt Washington 30 Prozent, während Peking 10 Prozent verlangt.

Streit um Rechtmäßigkeit der Zölle dauert an

Die US-Regierung begründet die Zölle mit einer Benachteiligung beim internationalen Handel und will Unternehmen dazu bewegen, ihre Produktion aus China zurück in die USA zu verlagern. China bezeichnet die US-Maßnahmen als ungerecht und politisch motiviert. Die Rechtmäßigkeit der US-Zölle ist weiterhin Gegenstand juristischer Verfahren. Ende Mai hob ein Berufungsgericht die Blockade fast aller Zölle vorerst auf. Eine endgültige Entscheidung könnte vor dem Obersten US-Gericht fallen.