Großbritannien Iceland Foods verliert Markenstreit um Ländernamen

Der britische Lebensmitteleinzelhändler Iceland Foods hat im langjährigen Markenstreit mit dem Staat Island eine weitere Niederlage erlitten. Wie britische Fachmedien berichten, hat das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) die Berufung des Unternehmens gegen eine frühere Entscheidung zurückgewiesen.

Donnerstag, 17. Juli 2025, 11:59 Uhr
Lebensmittel Praxis
Der britische Händler Iceland Foods darf „Iceland“ nicht exklusiv als EU-Marke schützen. Das EUIPO gab dem Einspruch des gleichnamigen Staates erneut recht. Bildquelle: Iceland

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum bestätigte, dass Iceland Foods die Bezeichnung „Iceland“ nicht exklusiv als Marke für Lebensmittel und Einzelhandelsdienstleistungen in der EU schützen darf. Die isländische Regierung hatte Einspruch eingelegt, da der Begriff ein geografischer Name sei und nicht allein einem Unternehmen gehören könne, das berichtete das Fachmagazin „The Grocer“.

In der Vergangenheit hatten isländische Unternehmen Schwierigkeiten, ihre Produkte unter Angabe ihrer Herkunft in der EU zu vertreiben, da Iceland Foods den Markenschutz für sich beanspruchte. Der Rechtsstreit zwischen dem britischen Handelsunternehmen und dem Staat Island dauert bereits mehrere Jahre an. Mit der aktuellen Entscheidung bleibt es dabei: Der Landesname „Island“ darf nicht exklusiv von einer einzelnen Firma beansprucht werden. In Island wird die Entscheidung als wichtiger Erfolg gewertet, um den Zugang einheimischer Produkte zum EU-Markt zu sichern.

Iceland Foods hat noch die Möglichkeit, vor dem Gericht der Europäischen Union gegen den Entscheid zu klagen. Ob das Unternehmen diesen Schritt gehen wird, ließ es laut dem Artikel bisher offen.