Verpackungsindustrie Alpla kauft Verschlusshersteller KM Packaging

Der österreichische Verpackungshersteller Alpla übernimmt KM Packaging mit sechs Standorten und 500 Mitarbeitern. Das Unternehmen aus Baden-Württemberg produziert jährlich mehr als 6,5 Milliarden Spritzgussteile. KM Packaging setzt dabei auf nachhaltige Produktion und kann bis zu 100 Prozent recyceltes Material verwenden.

Dienstag, 24. Juni 2025, 09:57 Uhr
Manuel Glasfort
KM Packaging aus Baden-Württemberg ist spezialisiert auf Tubenverschlüsse, Kappen, Dosiersysteme und Tiegel aus PP und PE. Bildquelle: Alpla/KM Packaging

Der Verpackungshersteller Alpla übernimmt den Verschlussspezialisten KM Packaging aus Baden-Württemberg. Die Transaktion umfasst sechs Standorte in Deutschland, Österreich, Polen und den USA mit rund 500 Beschäftigten, wie Alpla mitteilte. KM Packaging stellt jährlich mehr als 6,5 Milliarden Spritzgussteile her.

Der Verschlussspezialist aus Ubstadt-Weiher produziert nach Angaben von Alpla Tubenverschlüsse, Kappen, Dosiersysteme und Tiegel aus PP und PE. Die Produkte kommen vor allem in der Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelbranche zum Einsatz. Das Unternehmen bietet auch Fertigung im Reinraum an.

Das Management-Team von KM Packaging um Managing Director Klaus Mauer und die Beschäftigten an den Standorten bleiben an Bord. „Die Eingliederung in die 'Family of Pioneers’ von Alpla sichert die Zukunft der Standorte, Arbeitsplätze und Kundenbeziehungen“, erklärte Mauer laut der Mitteilung.

KM Packaging setzt auf Nachhaltigkeit

KM Packaging entstand 2008 aus der Fusion der Familienbetriebe Kutterer Kunststofftechnik und Mauer AG. Das Unternehmen setzt den Angaben zufolge auf Recycling und kann bis zu 100 Prozent Post-Consumer-Recyclingmaterial einsetzen. Für Monomaterial-Packaging-Anwendungen bietet der Hersteller Schraubverschlüsse und Flip-Tops aus HDPE an.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden. Über die finanziellen Details vereinbarten die Unternehmen Stillschweigen. Alpla beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter an 200 Standorten in 46 Ländern.