Europa Douglas mit weniger Umsatz und besserem Nettoergebnis

Der Kosmetik- und Parfümhändler Douglas Group, nach eigenen Angaben Europas führender Omnichannel-Anbieter für „Premium-Beauty“, verzeichnete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 einen leichten Umsatzrückgang um 2,0 Prozent auf 939,0 Millionen Euro. Allerdings verbesserte sich das Nettoergebnis deutlich.

Donnerstag, 15. Mai 2025, 12:26 Uhr
Thomas Klaus
Mittelfristig zuversichtlich: Der Kosmetikkonzern Douglas muss zurzeit mit einer gebremsten Entwicklung auf dem Markt für höherpreisige Kosmetikprodukte umgehen. Bildquelle: Douglas

Die Douglas Group musste  im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 einen leichten Umsatzrückgang um 2,0 Prozent auf 939,0 Millionen Euro. Allerdings verbesserte sich das Nettoergebnis deutlich. Es stieg um 54 Prozent auf minus 19,0 Millionen Euro, während es im Vorjahr noch minus 41,3 Millionen Euro gewesen waren. Das Unternehmen führt dies vor allem auf ein spürbar verbessertes Finanzergebnis infolge der Börsengangserlöse und der erfolgreichen Refinanzierung im Jahr 2024 zurück.

Starkes Wachstum in der Region Zentralosteuropa

Die Region Zentralosteuropa wuchs mit einem Plus von 7,6 Prozent weiterhin stark. Während Südeuropa mit 0,4 Prozent leicht zulegte, war die schwächere Verbraucherstimmung in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz und Niederlande mit minus 3,7 Prozent und in Frankreich mit minus 2,5 Prozent spürbar.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024/25, das von Oktober 2024 bis März 2025 lief, erwirtschaftete die Douglas Group einen Umsatz von rund 2,59 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 2,8 Prozent entspricht. Der Nettogewinn stieg in diesem Zeitraum deutlich um 71,7 Prozent auf 144,0 Millionen Euro. Das Online-Geschäft der Douglas Group machte im zweiten Quartal rund ein Drittel des Umsatzes aus.

Verunsicherte Konsumenten kaufen seltener ein

Douglas begründet die schwächere Entwicklung mit der zunehmenden Marktschwäche und Unsicherheit bei den Kunden. Die wachsenden weltwirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten hätten sich seit Jahresbeginn verstärkt auf den Premium-Beauty-Sektor ausgewirkt und zu einer geringeren Frequenz in Filialen und online geführt, so Vorstandschef Sander van der Laan.

„Wir haben auf die Abschwächung der Kundenfrequenz und der Nachfrage nach Premium-Beauty entschlossen reagiert, indem wir mehrere Stabilisierungsmaßnahmen eingeleitet und unsere Kosten und Investitionsaktivitäten überprüft haben“, sagte der Vorstandschef weiter.

Douglas-Chef rechnet mit mittelfristiger Markterholung

Für das Gesamtjahr 2024/25 erwartet Douglas weiterhin einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von rund 175 Millionen Euro. Im Dezember will das Unternehmen im Rahmen der Gesamtjahresberichterstattung eine neue Mittelfristprognose vorlegen.

Sander van der Laan sagte laut Mitteilung: „Wir haben auf die Abschwächung der Kundenfrequenz und der Nachfrage nach Premium-Beauty entschlossen reagiert, indem wir mehrere Stabilisierungsmaßnahmen eingeleitet und unsere Kosten und Investitionsaktivitäten überprüft haben. Ungeachtet der Marktsituation sind wir voll und ganz von der Stärke unseres Omnichannel-Geschäftsmodells, unserem einzigartigen Angebot, unserer Marke sowie von unserem engagierten Team überzeugt.“ Der Douglas-Chef geht davon aus,  dass sich der „Premium-Beauty“-Markt mittelfristig erholen wird, sobald sich das weltwirtschaftliche Umfeld verbessert.