Getränkeindustrie Pernod Ricard verkauft Weingeschäft an Konsortium

Der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard trennt sich von seinem internationalen Weingeschäft. Ein australisches Konsortium übernimmt bekannte Marken wie Jacob's Creek und Campo Viejo. Die Weine werden künftig unter dem Namen Vinarchy geführt.

Montag, 05. Mai 2025, 13:02 Uhr
Manuel Glasfort
Pernod Ricard trennt sich von seinem Weingeschäft und will sich auf Spirituosen und Champagner konzentrieren. Bildquelle: Getty Images

Der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard hat sein internationales Weingeschäft an ein Konsortium internationaler Investoren verkauft. Die Transaktion wurde am 30. April 2025 abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilte.

Das Konsortium Australian Wine Holdco Limited (AWL), zu dem die Investmentgesellschaften Bain Capital, Intermediate Capital Group, Capital Four, Sona Asset Management und Samuel Terry Asset Management gehören, übernimmt ein Portfolio mit einem jährlichen Absatz von mehr als 10 Millionen Kisten Wein. Die Marken werden künftig unter dem Namen Vinarchy geführt.

Australische, neuseeländische und spanische Weine

Zu den verkauften Marken gehören nach Angaben von Pernod Ricard die australischen Weine Jacob’s Creek, Orlando und St Hugo sowie die neuseeländischen Marken Brancott Estate, Stoneleigh und Church Road. Auch die spanischen Weinmarken Campo Viejo, Ysios, Tarsus und Azpilicueta wechseln den Besitzer. Der Verkauf umfasst sieben Weingüter und die gesamte Produktionskette vom Weinberg bis zur Flasche.

Pernod Ricard will die Weine noch einige Monate lang vertreiben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Das Unternehmen begründete den Verkauf mit einer Fokussierung auf Premium-Spirituosen und Champagner. „Dies ermöglicht das künftige Wachstum unseres Geschäfts“, teilte der Konzern mit.