Könecke Razzia

Weil der Verdacht besteht, dass der Fleischwarenhersteller Könecke (780 Mitarbeiter) Separatorenfleisch verarbeitet hat, fand im Unternehmen eine Razzia statt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Falschdeklaration.

Donnerstag, 27. Juni 2013 - Industrie-Archiv
LEBENSMITTEL PRAXIS

Nach den Razzien innerhalb der Branche im Mai wegen Sozialversicherungsbetrugs und der ARD-Reportage "Lohnsklaven", die vorgestern (24.06.) ausgestrahlt worden war, ist die Branche nun wieder in den Negativ-Schlagzeilen. Es bestehe keine Gefahr für die Verbraucher, so Oberstaatsanwältin Frauke Wilken heute gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Fahnder hatten am gestrigen Dienstag (25.06.) Könecke sowie mehrere Zulieferbetriebe durchsucht. Seit 2006 gehört Könecke zu der Zur Mühlen Gruppe aus Schleswig-Holstein, an der Clemens Tönnies, Chef der Tönnies-Gruppe, beteiligt ist.

Könecke-Sprecher Markus Eicher wies die Vorwürfe zurück. "Von uns wurden zu keinem Zeitpunkt Produkte mit falscher Kennzeichnung vermarktet." Er kündigte an, dass das Unternehmen die Vorgänge überprüfen und eng mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Lebensmittelkontrolleure sollen nach Medienberichten vor zwei Jahren auf das Separatorenfleisch in der Wurst aufmerksam geworden seien. Dabei geht es um Proben aus den Jahren 2011 und 2012. Seitdem laufen die Ermittlungen.