Müller-Brot 21 Mal Besuch von Kontrolleuren

Lebensmittel Praxis | 09. Februar 2012

Nach Informationen des Landratsamt Freising gab es zwischen 2009 und 2012 insgesamt 21 Kontrollen unter Leitung der Lebensmittelüberwachung des Landratsamts im derzeit noch stillgelegten Werk von Müller-Brot in Neufahrn.

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In sechs Fällen, erstmals im Oktober 2010, wurden Lebensmittel vernichtet, drei Mal zudem bereits ausgelieferte Ware zurückgenommen. Das Landratsamt Freising reagierte mit der Veröffentlichung im Internet auf die zahlreichen Anfragen von Medienvertretern, nachdem die Produktion bei Müller-Brot in Neufahrn vor knapp zwei Wochen stillgelegt wurde. Derzeit wird dort weiterhin nicht produziert, nach Angaben von Müller-Brot seien im Werk umfassende Reinigungs- und Umbauarbeiten im Gange.

Laut Landratsamt wurden gravierende Mängel in dem Betrieb erstmals 2010 festgestellt. Bei den insgesamt 21 Kontrollen unter der Leitung der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes waren sieben Mal Kontrolleure der Spezialeinheit des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dabei gewesen. Dabei wurden unter anderem „unhygienische Produktionsbedingungen" beanstandet: Laut Landratsamt waren dies Altverschmutzungen sowie Wand, Boden-und Deckenschäden in Produktionsräumen, Schädlinge wie Schaben und Motten sowie Mäusekot.

„Bislang wurde kein neuer Antrag auf Abnahme des Betriebes durch unsere Lebensmittelkontrolleure gestellt", sagte die Sprecherin des Freisinger Landratsamtes, Eva Dörpinghaus, der Nachrichtenagentur dpa. Die Mitarbeiter der Behörde seien täglich in den Produktionsräumen, um die Arbeiten zur Beseitigung der Hygienemängel zu überwachen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass keine Semmeln und Brote trotz des angeordneten Produktionsstopps gebacken werden. Das Unternehmen hatte sich Ende Januar zur Beseitigung sämtlicher monierter Mängel verpflichtet.

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