Iglo Profitiert von EHEC-Krise

Lebensmittel Praxis | 12. August 2011

Iglo rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatzplus im zweistelligen Prozentbereich – und das, obwohl der deutsche Tiefkühlmarkt insgesamt im ersten Halbjahr 2011 rückläufig war. Durch die EHEC-Krise habe es eine besondere Nachfrage nach tiefgekühltem Gemüse gegeben, sagte Deutschland-Chefin Martina Sandrock dem „Hamburger Abendblatt".

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„Während der EHEC-Krise haben wir 40 Prozent mehr Tiefkühlgemüse verkauft als sonst üblich, weil kaum noch ein Kunde Rohware haben wollte", präzisierte sie.

Nach einem Umsatzplus von 11 Prozent im vergangenen Jahr sind nach Sandrocks Angaben die Erlöse in Deutschland in den ersten sieben Monaten dieses Jahres noch einmal um 7,5 Prozent auf 162 Mio. Euro gestiegen. Die positive Entwicklung führt sie überwiegend auf die in Deutschland erweiterte Produktpalette und die neue Markenführung zurück. „Iglo steht heute nicht mehr nur für Spinat und Fischstäbchen", sagte sie. Vor allem neue Geflügelprodukte würden zu den höheren Erlösen beitragen.

Wegen höherer Kosten beim Einkauf durch die Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten habe Iglo im ersten Halbjahr die Preise für einige Fischprodukte um 3 bis 7 Prozent, für Geflügelprodukte sogar um 12 Prozent erhöhen müssen. Bis Jahresende sollen die Preise nun stabil bleiben.

Langfristig schließt Sandrock auch einen Börsengang des Unternehmens, das dem Finanzinvestor Permira gehört, nicht aus.