Biermarkt AB Inbev will SABMiller schlucken

LEBENSMITTEL PRAXIS | 17. September 2015

Auf dem globalen Biermarkt bahnt sich ein Milliardendeal an: Der weltgrößte Brauereikonzern AB Inbev (Beck's, Budweiser) will die Nummer zwei SABMiller (Pilsner Urquell, Foster's)  schlucken. Der Konzern mit Sitz in Belgien wolle dem britischen Konkurrenten ein Kaufangebot vorlegen, hieß es am Mittwoch von beiden Seiten.

Anzeige

SABMiller betonte aber, noch keine weiteren Details über die Konditionen einer möglichen Offerte aus Belgien erhalten zu haben. Bis zum 14. Oktober hat AB Inbev nun Zeit, um ein festes Angebot vorzulegen. Es bestehe noch keine Gewissheit, dass eine Einigung zustande komme, erklärte AB Inbev. Für den Biermarkt hätte sie enorme Folgen: Gemeinsam kamen die beiden weltgrößten Brauer vor Bekanntwerden der Übernahmepläne auf einen Börsenwert von rund 250 Mrd. US-Dollar (221 Mrd. Euro). Nach den aktuellen Kurssprüngen wäre es noch mehr. AB Inbev ist in Deutschland vor allem mit der Marke Beck's vertreten und war seinerzeit aus der Fusion des US-Anbieters Anheuser Busch („Budweiser“) mit den Belgiern von Inbev hervorgegangen.