Vion Consumer Monitor Fleisch aus der Region bevorzugt

Lebensmittel Praxis | 24. Februar 2015

Drei Viertel der Verbraucher greifen hierzulande am liebsten zu heimischem Fleisch. 60 Prozent würden für Regionalität beim Fleisch sogar mehr Geld ausgeben. Dies ergab der Vion Consumer Monitor, bei dem die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) repräsentativ 4.000 Haushalte befragt hat.

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Die höchste Zustimmung erfahren regionale Produkte in Baden-Württemberg (79,5 Prozent), die niedrigste in Brandenburg/Berlin (68 Prozent). Je älter die Konsumenten, desto wichtiger ist ihnen, dass ihr Fleisch aus der Umgebung kommt (ab 65 Jahre: 83,9 Prozent). Kunden von Metzgereien nehmen die Herkunft des Fleisches aus ihrer Gegend besonders wichtig (84,8 Prozent). Laut der Befragung des niederländischen Lebensmittelkonzerns besitzen tiergerechte Haltung, Transport und Behandlung des Nutzviehs einen großen Stellenwert bei den Befragten: 58 Prozent der Fleisch kaufenden Haushalte favorisieren Produkte aus Tierwohl-Programmen, 52 Prozent würden dafür auch tiefer in die Tasche greifen.

Die Marktanalyse Fleischverbrauch ergab zudem, dass der Nischenmarkt Biofleisch auf steigendes Interesse stößt. 29 Prozent der Befragten antworteten, sie bevorzugten Bio‐Fleisch, wenn sie beim Einkauf die Auswahl hätten. 2013 waren es noch 27 Prozent, 2007 erst 23 Prozent. Laut GfK wurde im vergangenen Jahr 3,7 Prozent mehr Biofleisch abgesetzt als im Vergleichszeitraum 2013. Gestiegen ist die Zahl bekennender Fleischfans: Wollten 30 Prozent im Jahr 2007, als der erste Vion Consumer Scan erhoben wurde, bei ihrem täglichen Nahrungsmittelbedarf auf Fleisch nicht verzichten, waren es diesmal 35 Prozent. Allerdings sagten auch 50 Prozent der Befragten – laut Vion so viel wie noch nie – dass sie weniger Fleisch essen würden als früher, weil sie sich gesund ernähren wollten (2013: 48 Prozent). Nach dieser Umfrage sind die Bundesbürger aber weit davon entfernt, ein Volk von Vegetariern zu werden. 73 Prozent halten Fleisch für eine unentbehrliche Komponente der Ernährung. An dieser Einstellung habe sich seit Beginn der Langzeitstudie praktisch nichts geändert.