Chiquita Kehrtwende im Übernahme-Streit

Lebensmittel Praxis | 28. Oktober 2014
Chiquita: Kehrtwende im Übernahme-Streit

Bildquelle: Belz

Der US-Bananenriese Chiquita hat einer Übernahme durch den brasilianischen Safthersteller Cutrale zugestimmt. Erst am Freitag war die angekündigte Hochzeit mit dem irischen Wettbewerber Fyffes auf Druck der Aktionäre abgeblasen worden.

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Am Montag meldete der Verwaltungsrat von Chiquita die Einigung mit Cutrale und dem Safra-Konsortium. Die Übernahme soll bis Anfang 2015 abgeschlossen sein. Insgesamt geben die Unternehmen einen Transaktionswert von 1,3 Mrd. USD (1 Mrd. Euro) an, unter Berücksichtigung von Chiquitas Schulden. Ohne diesen Posten wird die Firma bei der Kaufofferte laut dpa auf etwa 681 Mio. Dollar geschätzt.

Als Gründe für die Kehrtwende des Chiquita-Managements wird zum einen die Barzahlung von Cutrale angenommen – im Gegensatz zu dem für die Fusion mit Fyffes geplanten gegenseitigen Aktientausch. Zum anderen drohte ein wesentlicher Anreiz der Fusion wegzufallen: Durch den Zusammenschluss hätte Chiquita den Firmensitz nach Irland verlegen und Steuern sparen können. Irlands Regierung kündigte jedoch vor knapp zwei Wochen an, das als „Double Irish“ bekannte und häufig von US-Unternehmen genutzte Steuerschlupfloch zu schließen.