Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie verliert seinen Geschäftsführer: Klaus Heitlinger scheidet zum 30. November 2026 aus und tritt in den Ruhestand. Er leitete den Verband seit 2016 als alleiniger Geschäftsführer, wie der Verband mitteilte. Mit einer Nachfolgeregelung sei in Kürze zu rechnen, teilte der Verband auf Nachfrage von Lebensmittel Praxis mit.
Heitlinger arbeitete insgesamt 18 Jahre für den Verband. In dieser Zeit prägte er nach Angaben des Verbandes zahlreiche Projekte und strukturelle Entwicklungen. Der Verband erneuerte und sanierte sein Mehrwegsystem. Zudem führte er Kommunikations- und PR-Maßnahmen durch, die mit EU-Mitteln gefördert wurden und ein Gesamtvolumen im siebenstelligen Bereich erreichten. Der Verband intensivierte die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und verankerte sich in branchenübergreifenden Allianzen.
Als Diplomagraringenieur stellte Heitlinger den Bezug zur Rohware Obst heraus. Er baute das Netzwerk „Junge Führungskräfte“ aus, zuletzt mit Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern unter 40 Jahren, wie der Verband weiter mitteilte. Auf europäischer Ebene wirkte Heitlinger im europäischen Fruchtsaftverband AIJN als Vorsitzender der nationalen Geschäftsführer. Im internationalen Dachverband der Fruchtsaftindustrie IFU übernahm er die Funktion des Schatzmeisters.
Parallel zu seiner Tätigkeit für den Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie führte Heitlinger den Verband der Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie sowie die verbundene Baumann-Gonser-Stiftung. Auch diese Organisationen übergibt er nach Angaben des Verbandes in geordneten finanziellen Verhältnissen. Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie wurde 1951 gegründet und vertritt rund 330 Hersteller von Fruchtsaft, Fruchtnektar, Gemüsesaft und Gemüsenektar.