Obsternte 2026 Obstbauern fahren eine der besten Kirschernten seit Jahren ein

Die deutschen Obstbauern haben 2026 so viele Kirschen geerntet wie selten zuvor. Insgesamt kamen 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen zusammen – fast 8 Prozent mehr als im Zehnjahresdurchschnitt. Allerdings verdeckt die gute Gesamtbilanz große Unterschiede zwischen Sorten und Regionen.

Montag, 21. September 2026, 11:34 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Milde Temperaturen im Frühjahr und weniger Frostschäden haben Deutschlands Obstbauern 2026 eine der besten Kirschernten seit Jahren beschert Bildquelle: Schweizer Obstverband

Deutschlands Obstbauern haben 2026 eine der besten Kirschernten seit Jahren eingefahren. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ernteten die Betriebe insgesamt 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen. Das sind 7,8 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre und 3,0 Prozent mehr als im bereits ertragreichen Vorjahr. Milde Temperaturen im Frühjahr und weniger Frostschäden trugen laut der Behörde zu dem guten Ergebnis bei – obwohl Hitze und Trockenheit im Sommer den Obstbäumen regional teils erheblich zusetzten.

Sauerkirschenernte deutlich schlechter

Die gute Gesamtbilanz geht allerdings allein auf die Süßkirschen zurück. Deren Erntemenge lag mit 38.900 Tonnen um 16,2 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Sauerkirschenernte fiel dagegen mit 9.600 Tonnen um 16,8 Prozent geringer aus als im Mittel der Jahre 2016 bis 2025.

Regional zeigten sich erhebliche Unterschiede. In Baden-Württemberg, dem mit 2.600 Hektar größten Anbaugebiet für Süßkirschen in Deutschland, ernteten die Betriebe 19.100 Tonnen – ein Plus von 16,7 Prozent gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt. In Rheinland-Pfalz mit 660 Hektar Anbaufläche fiel die Ernte dagegen mit 2.000 Tonnen um mehr als ein Drittel geringer aus. Bei Sauerkirschen verlief die Entwicklung in beiden Bundesländern ähnlich.

Auch bei Birnen zeichnet sich den vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge ein gutes Erntejahr ab. Die Betriebe rechnen mit 40.900 Tonnen, was 7,7 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt läge. Gegenüber dem ertragsstarken Vorjahr würde die Birnenernte allerdings um 3,3 Prozent sinken. Fast die Hälfte der heimischen Birnen stammt aus Baden-Württemberg, wo auf 860 Hektar eine Ernte von 18.600 Tonnen erwartet wird.

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