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Länder-Report Mecklenburg-Vorpommern Studium mit hohem Praxisanteil

Silke Bohrenfeld | 19. September 2014

Wenn sich Fachleute eines Unternehmens zu einem sogenannten Brainstorming treffen, geht es in der Regel um die Ideenfindung zu einem neuen Produkt, entweder für einen Werbeslogan oder einen passenden Namen.

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Frank Wegner, Geschäftsführer der Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH, hatte für eine neue Fleischspieß-Kreation einen Namen gesucht und Master-Studierende der Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie der Hochschule Neubrandenburg zu einem Brainstorming geladen. „Mit diesem Unternehmen haben wir im Rahmen unseres Master-Projekts sehr viel zu tun gehabt“, berichtet Studentin Franziska Kuhn. „Wir haben z. B. ein Vermarktungskonzept für neue Nudel- und Kasslersalate erstellt und Verkostungen durchgeführt.“ Diesen engen Bezug zur Praxis schätzt die 25-jährige Studentin sehr. Sie hatte sich nach ihrem Bachelor-Studium in Fulda und einem Praktikum bei der DLG für die Hochschule Neubrandenburg entschieden, weil sie sich für die Schwerpunkte aus den Bereichen „Lebensmittelproduktmanagement“ im dort angebotenen Masterstudiengang Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie interessiert hatte. Auch das eigenständige Arbeiten im Labor und die notwendigen Untersuchungen motivieren, sich mit den anspruchsvollen Themen im Studium auseinanderzusetzen. „Wir bearbeiten die Themen nicht nur theoretisch, sondern in engem Bezug zum Bedarf der Praxispartner und arbeiten in kleinen Gruppen in gutem Kontakt zu den Professorinnen und Professoren. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, meint sie.

In der Fachrichtung Lebensmittelwissenschaften bietet die Hochschule Neubrandenburg den Bachelor-Studiengang Lebensmitteltechnologie mit der Regelstudienzeit von sieben Semestern und den dreisemestrigen Master-Studiengang Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie, der eine wissenschaftliche Vertiefung und Spezialisierung der Ausbildung beinhaltet. Seit dem Wintersemester 2013/2014 wird auch ein ausbildungsintegriertes Duales Bachelor-Studium der Lebensmitteltechnologie angeboten. Diese Ausbildung stellt eine direkte Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft dar und verknüpft das Studium entweder mit der Ausbildungsrichtung „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ oder „Milchtechnologe/-in“. „Die hohe Nachfrage nach unseren Studiengängen, insbesondere des Masterstudienganges mit den möglichen Vertiefungsrichtungen Lebensmittelproduktmanagement, Lebensmittelproduktion und Nonfood-Produkte, zeigt ganz deutlich, dass wir ein attraktives und zukunftsweisende s Angebot geschaffen haben“, so die Dekanin des Fachbereiches Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften, Karin Bickel.

Für die Betriebe der Lebensmittel- und Zulieferindustrie ist die Hochschule ein wichtiger Partner auf der Suche nach Führungskräften für die Bereiche der Produktion, Entwicklung und der Qualitätssicherung, auch für Unternehmen der Maschinen- und Apparatebauindustrie, für die wissenschaftlichen Einrichtungen, Laboratorien sowie Behörden und Verbände.