Rewe-Group Angelt sich Fischer als Berater

LEBENSMITTEL PRAXIS | 16. September 2010

Der Ex-Außenminister und Grünen-Politiker Joschka Fischer berät die Kölner Rewe-Group. Der 62-Jährige unterstütze das Streben des Kölner Unternehmens nach mehr Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Die Rewe-Gruppe wolle mit Fischers Hilfe etwa ausloten, wie die Palette an Öko-Produkten erfolgreich vergrößert oder in den Filialen mehr Energie gespart werden könne.

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„Als ausgewiesener Experte für weltweite Nachhaltigkeitstrends genießt er einen ausgezeichneten internationalen Ruf", lobte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der Rewe-Group, anlässlich des Auftaktes zur Aktionswoche der Nachhaltigkeit in Mainz. Ein zentraler Baustein der Aktionswoche ist das neue Nachhaltigkeits- Label „Pro Planet“ für Eigenmarkenprodukte. „Mit ‚Pro Planet’ wollen wir unseren Kunden eine Orientierungshilfe für nachhaltig produzierte Produkte geben“, so Manfred Esser, Vorstand Strategischer Einkauf und verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit. Seit dem Start mit Erdbeeren im April dieses Jahres wurden 80, davon rund 50 Food und 30 Nonfood, Produkte für die Vollsortimenter und Penny auf den Markt gebracht, darunter Tomaten, Äpfel, Textilien, Brot- und Backwaren sowie Papierprodukte.

Mit „Pro Planet“ werden Eigenmarkenprodukte „gekennzeichnet, die durch ihre Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung Mensch und Umwelt deutlich weniger belasten und deshalb messbare positive ökologische und soziale Eigenschaften haben“, so die Kölner in Mainz, wo sie auch ihren zweiten Green-Building-Markt, der zur DGNB-Zertifizierung angemeldet wurde, präsentierten. Erste Erkenntnisse aus dem Berliner Pilot-Projekt wurden genutzt und entsprechende Konzepte im Rewe-Markt in Mainz umgesetzt. Anders als beim Berliner Markt handelt es sich beim Gebäude in Mainz um einen "konventionellen Bau", in dem zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte integriert wurden. Mit dem Green Building in Mainz will die Rewe Group vor allem Erkenntnisse für die Modernisierung der vielen Bestandsbauten gewinnen. „Derzeit konzipieren wir mehrere Varianten unserer Green Buildings, damit wir für jeden Standort das passende Konzept anbieten können", erklärt Martin Orterer, Geschäftsleitung Vertrieb Rewe. Einer der nächsten Green-Building-Märkte soll in Frankfurt am Main entstehen.