Coop Schweiz Senkung der Zollfreigrenze gefordert

Susanne Klopsch | 20. Februar 2012
Coop Schweiz: Senkung der Zollfreigrenze gefordert

Der Einkaufstourismus macht der Coop Schweiz zu schaffen. Deshalb fordert der neue Coop-Chef Joos Sutter (Foto) von der Politik, die Zollfreigrenze von 300 CHF bei Einkäufen im Ausland zu senken.

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„Die Freigrenze sollte sicher gesenkt werden, denn momentan geht enorm viel Kaufkraft aus der Schweiz verloren", zitiert die „Handelszeitung" ein Interview, das Sutter der Schweizer Zeitung „Der Sonntag" gegeben hat. Derzeit könnten vier Personen in einem Auto Waren im Wert von 1.200 CHF im Ausland kaufen und mit in die Schweiz bringen, während die Coop ab dem ersten Franken alles verzollen müsse.

Sutter glaubt nicht, dass sich die Lage in diesem Jahr bessert: „Auch 2012 werden wohl wieder etwa 5 Mrd. CHF ins Ausland abfließen, davon 3 Mrd. für Güter für den täglichen Gebrauch." Dass Umsatz abfließt, macht sich nun auch für die Mitarbeiter bemerkbar. Die Coop Schweiz hat die Boni für dieses Jahr gestrichen. Betroffen seien Mitarbeiter auf allen Ebenen, „vom Metzer bis zum Chef", bestätigte Sutter.

Im Jahr 2011 ist der Detailhandelsumsatz der Coop Schweiz leicht um 0,9 Prozent auf 18,4 Mrd. CHF gesunken.