Konsum Leipzig Erste Details zur neuen Ausrichtung

LEBENSMITTEL PRAXIS | 22. September 2015

Dirk Thärichen und Michael Faupel, seit Juli das neue Führungsteam der Konsumgenossenschaft Leipzig eG, haben bei einem Mediengespräch erste Details zur neues Ausrichtung der Genossenschaft mitgeteilt.

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Das Handelsunternehmen kämpft seit Jahren mit stagnierenden Umsätzen. Nur die Hälfte der 70 Filialen ist nach Unternehmensangaben in der Gewinnzone. Die Konsummitglieder, die Anteilseigner der Genossenschaft, schwinden. Aktuell sind es noch rund 30.000. Das Filialnetz sei zudem Teil veraltet.

 

„Ein wenig Gegensteuern reicht nicht. Es braucht eine neue Besinnung, einen gemeinsamen Willen, ein besseres Sortiment, attraktive Preise und schlankere Strukturen, in der Einzelne mehr Verantwortung übernehmen, einen neuen Weg einzuschlagen. Deshalb hat sich der Aufsichtsrat für eine neue Führungsspitze entschieden.“ so Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Wille. „Nah, frisch, freundlich – Konsum Leipzig. So möchten wir sein und das soll man in Zukunft beim Einkaufen in jeder Konsum-Filiale merken. Dazu müssen wir Filialen modernisieren und haben uns vorgenommen, ab 2016 drei bis vier pro Jahr neu zu eröffnen.“ ergänzte Vorstand Michael Faupel.

Auch bei der Werbung neuer Mitglieder will man neue Wege gehen. Online-Auftritte werden überarbeitet. So wurden www.konsum-leipzig.de (Handel) und www.konsum-zentrale.de (Gewerbezentrum) beispielsweise getrennt. Der Vorstand stellte zudem das neu gedruckte Mitgliedermagazin vor. Email-Newsletter, Mitglieder über das Internet ansprechen, um Kundenfeedback zu erhalten: Das soll in Zukunft beim Konsum Leipzig selbstverständlich sein. Dem genossenschaftlichen Prinzip, welches über rein wirtschaftliche Ziele hinausgeht, fühle man sich aber weiterhin verpflichtet, ohne den wirtschaftlichen Erfolg aus den Augen zu verlieren.