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Sachsen Warenbörse – reloaded

Silke Bohrenfeld | 13. März 2015

In Mitteldeutschland soll eine breite Plattform geschaffen werden, um regionale Produkte über die Landesgrenzen hinaus zu etablieren: Eine gemeinsame Warenbörse ist dafür ein probates Mittel.

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Mit den Worten „Einigkeit macht stark“ eröffnete Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer Ende 2013 die erste Mitteldeutsche Warenbörse im nordsächsischen Schkeuditz. Hier sollten sich erstmalig Lebensmittelhersteller der mitteldeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeinsam präsentieren. Das Ziel war, noch mehr Produkte der Region in die regionalen Märkte zu bringen , den Verbrauchern, regionale Erzeugnisse, Frische, Qualität sowie Geschmack heimischer Erzeugnisse vorzustellen und damit regionale Betriebe zu stärken. Das hat so guten Anklang gefunden, dass nun Geld in die Hand genommen wird, um das Format Mitteldeutsche Warenbörse im Sommer 2015 zu wiederholen: als Marktplatz für Lebensmittel und Spezialitäten aus Mitteldeutschland. Dazu sagt Ulrike Dornwell vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen: „Für Hersteller aus dem mitteldeutschen Raum und ihre Produkte ist die Mitteldeutsche Warenbörse eine einzigartige Plattform, um Unternehmen der Ernährungswirtschaft kennenzulernen. Kundenbeziehungen zu pflegen, neue Kunden zu gewinnen und Produkte vorzustellen.“ Sie rechnet mit etwa 150 teilnehmenden Unternehmen aus der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft, vom Direktvermarkter bis hin zum Markenartikler, die insgesamt mehr als 1.000 Artikel vorstellen werden. „Im Moment laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Vertrag mit dem Globana-Center Leipzig als Austragungsort ist bereits unter Dach und Fach“, sagt Dornwell. Auch die Ausstellerakquise ist angelaufen. Schon ein halbes Jahr vor dem Veranstaltungstermin hatten sich 100 Aussteller fest angemeldet. „Das deutet auf ein hohes Interesse der Branche hin“, bestätigt Dornwell. Neu an dieser Ausgabe der Warenbörse ist, dass die Aussteller die Handelspartner, mit denen sie bereits gute Beziehungen haben und jene, mit denen sie gern ins Geschäft kommen wollen, auch persönlich einladen können. Dazu erhalten sie ein Einladungskontingent, über das sie selbstständig verfügen können. Auch Fachbesucher aus den Bereichen Lebensmittel-Einzelhandel, C+C und Großverpflegung, Gastronomie, Hotelerie sind eingeladen. Erstmals werden auch die selbstständigen Einzelhändler direkt angesprochen. Auf diese Weise soll die Verbreitung mitteldeutscher Produkte auf ein breites Fundament gestellt werden.