Eier-Skandal KAT und Naturland betroffen

Lebensmittel Praxis | 07. März 2013

Deutschlandweit laufen Ermittlungen gegen 15 Prozent der deutschen Legehennenhalter. Unter den betroffenen Betrieben sind auch Bio-Produzenten. Manche Betriebe sind sogar Naturland-zertifiziert, andere vermarkten unter dem KAT-Siegel für kontrollierte, alternative Tierhaltung.

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Von den 5.600 KAT-Mitgliedsbetrieben laufen aktuell gegen 21 Ermittlungen. KAT hat nun für diese Betriebe zusätzliche Sonder-Audits angeordnet und rechtfertigt sich: Die verschiedenen Kontrollen im Jahr 2012 hätten bei den 21 Betrieben keine Anhaltspunkte dafür geliefert, dass gegen die Besatzdichte verstoßen würde. Bei den Kontrollen könnten nicht alle Legehennen gezählt werden, deshalb würden Plausibilitätsprüfungen vorgenommen.

KAT fordert nun eine stärkere Einbeziehung der Brütereien und der Aufzucht-Betriebe in die Kontrollen. Auch die Futtermittelströme seien ein Ansatzpunkt. KAT-Geschäftsführer Caspar von der Crone fordert die Futtermittelindustrie auf, Teil des KAT-Frühwarnsystems zu werden.