Berentzen Saft verschönert die Bilanz

LEBENSMITTEL PRAXIS | 13. August 2015

Der emsländische Spirituosenhersteller Berentzen hat dank der im vergangenen Jahr erworbenen Tochter Citrocasa den Umsatz im ersten Halbjahr gesteigert. Die Konzernerlöse ohne Branntweinsteuer stiegen im Vergleich zum dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 75,6 Mio. Euro.

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Dank des neu erworbenen Frischsaftpressenherstellers Citrocasa stieg das Betriebsergebnis von 1 auf 2,5 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 479 auf 486 Beschäftigte zum Stichtag 30. Juni. Beim Gewinn zeigt die Trennung vom langjährigen Konzessions-Partner Pepsi Wirkung: Wegen einer vorzeitigen Kündigung des Vertrags bekam Berentzen im vergangenen Jahr eine Einmalzahlung, die sich in diesem Jahr kaum auswirkt. Daher sank das Konzernergebnis im Halbjahresvergleich um 58,6 Prozent auf 1,2 Mio. Euro.

Die Spirituosen-Umsätze waren rückläufig und sanken um 2,1 Prozent auf 46,8 Mio. Euro. Der Absatz stieg zwar um 3 Prozent auf 37,1 Mio. 0,7-l-Flaschen, allerdings dank Zuwächsen bei den preisgünstigeren Handels- und Zweitmarken.

Das Geschäft mit den alkoholfreien Getränken litt nach wie vor unter der Umstellung der Konzession von Pepsi auf Sinalco im Gastronomie-Bereich. Das Unternehmen arbeite aber an Neukunden, hieß es. Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld sank um 16,9 Prozent auf 21,1 Mio. Euro, wobei der Absatz regionaler Mineralwasser und Limonaden konstant blieb. Gut laufe ein neuer alkoholfreier Energy Drink.