Metro Kritik der Aktionäre

Lebensmittel Praxis | 23. Mai 2012

Der Metro könnte eine unruhige Hauptversammlung bevorstehen: Die Fondsgesellschaft Union Investment kündigte kurz vor Beginn am Mittwoch in Düsseldorf an, Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten.

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Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen Ex-Metro-Chef Eckhard Cordes und Ex-Aufsichtsratschef Jürgen Kluge, die sich im vergangenen Jahr einen heftigen Machtkampf geliefert hatten.

Der neue Metro-Chef Olaf Koch will mit niedrigeren Preisen den Umsatz wieder ankurbeln. „Wir werden weiter deutlich in Maßnahmen investieren, die unseren Kunden zugute kommen und uns positiv vom Wettbewerb abheben", erklärte Koch. Dies umfasse eine attraktivere Gestaltung der Sortimente, die Erweiterung von Beratungs- und Serviceleistungen sowie selektive Investitionen in Preise. Den Spielraum dafür sollen Einsparungen schaffen.

Bei dem Aktionärstreffen geht es auch um Personalien. Der neue Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel war im November gerichtlich zum Mitglied des Kontrollgremiums bestellt worden. Er will nun in den Aufsichtsrat gewählt werden und dessen Vorsitz erneut übernehmen. Außerdem will der Finanzchef des Duisburger Mischkonzerns Haniel, Florian Funck, für Bernd Pischetsrieder in das Kontrollgremium der Metro ziehen. Damit würde Haniel seinen Einfluss im Metro-Aufsichtsrat ausbauen. Zusammen mit der Familie Schmidt-Ruthenbeck besitzt Haniel die Mehrheit an der Metro AG.