Wasgau Energiepreise beeinflussen Konzernergebnisse

Lebensmittel Praxis | 25. März 2011

Die Wasgau Produktions- und Handels AG, Pirmasens, hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 478,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2009 waren es 481,7 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent.

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„Das Ergebnis entspricht nicht ganz unseren Erwartungen, ist aber recht ordentlich", sagt der Vorstandsvorsitzende Alois Kettern. Während die Umsätze im Großhandel um 0,9 Prozent auf 155,5 Mio. Euro gesteigert werden konnten, gingen die im Einzelhandel von 327,6 auf 323,1 Mio. Euro zurück, das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent.

Grund dafür ist unter anderem ein Umsatzrückgang von 3,2 Prozent auf 68,6 Mio. Euro im Bereich Metzgerei, da wegen des kühlen Sommers die Grillwaren im Regal liegen geblieben sind. Der Umsatz mit Brot, Brötchen und anderen Bäckereiwaren veränderte sich marginal positiv (0,3 Prozent).

Mit den Cash & Carry-Märkten realisierte Wasgau knapp 2 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Insbesondere die Entwicklung in der Großkundenbelieferung und der Gastronomie hätten im letzten Quartal das Plus beeinflusst.

Für 2011 rechne man beim Konzernergebnis mit einem leichten Rückgang, könne aber keine genauen Prognosen abgeben. „Der Risikofaktor Energie ist größer als der Faktor Wettbewerb durch die Discounter, denn der ist nicht planbar", sagte Kettern. Man sehe sich durch die staatliche Subventionspolitik für erneuerbare Energien und die daraus abgeleitete Umlage auf alle Stromverbraucher besonders betroffen.

Die Erhöhung des Strompreises werde sich unmittelbar auf die Kostensituation negativ auswirken und mittelbar Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher haben.

Wasgau betriebt derzeit 87 Einzelhandels- und 7 C&C-Märkte.