Lebensmittel aus Japan Krisenmechanismus

Lebensmittel Praxis | 17. März 2011

Lebensmittel aus Japan sollen in der Europäischen Union auf mögliche Radioaktivität untersucht werden. Meistens kommen Lebensmittelimporte aus Japan auf dem Frankfurter Flughafen an. Die hessischen Behörden prüfen.

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte in Brüssel, wegen der Katastrophe gebe es aber derzeit gar keine Importe aus Japan. Die Prüfungen gehen auf eine Anweisung der EU-Kommission in Brüssel zurück. Deutschland habe die Kontrollen bereits verstärkt, sagte Aigner. Geprüft wird zunächst dort, wo die Importware zuerst ankommt, in einem Seehafen oder auf einem Flughafen. Insbesondere per Flugzeug gelieferte Frischprodukte würden genau angeschaut. Dies gelte vor allem für Fische und Fischprodukte, Algen sowie Früchte und Pilze, erläuterte das brandenburgische Gesundheitsministerium in Potsdam. Hinweise auf eine radioaktive Belastung gebe es aber bisher nicht.

Aigner hält Lebensmittel aus Japan weiter für ungefährlich. Zudem gebe es wegen der Katastrophe derzeit gar keine Einfuhren aus Japan. «Alle Handelswege sind praktisch zusammengebrochen», sagte die Ministerin. Melde Japan selbst eine erhöhte Strahlenbelastung bei Lebensmitteln, solle ein EU-Krisenmechanismus in Kraft gesetzt werden.