Adeg Nahversorger-Konzept

Lebensmittel Praxis | 18. Januar 2011

Nach der Reorganisation will sich die österreichische Rewe-Tochter Adeg mit neuem Filialkonzept, neuer Eigenmarke „ADEG mit Leib und Seele", Sortimentsoptimierung, Ausbildungskonzept und verstärkter Unterstützung und Förderung für die Kaufleute als leistungsstarker Nahversorger etablieren.

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Die Adeg-Genossenschaft hatte 2008 wegen hoher Verluste 75 Prozent ihrer Großhandels AG an Rewe verkauft; im vergangenen Jahr folgten die restlichen 25 Prozent. Der Vorstand der Rewe International AG, Werner Wutscher, und die Adeg-Vorstände Alexandra Draxler-Zima und Andreas Poschner stellten das neue Ladenkonzept vor, das den Wiedererkennungswert der Marke Adeg stärken soll. Mehr als 10 Märkte haben bereits umgerüstet, bis Jahresende sollen 40 folgen.

Das Modular-System soll speziell angepasste Verkaufspräsentationsflächen, je nach regionalen Gegebenheiten, ermöglichen, so Poschner. Ein zentraler Bestandteil des neuen Adeg-Marktes sei ein einladender Tisch, eine Kommunikationsinsel, die zum Verweilen einlädt. „Früher war der Markt das Kommunikationszentrum eines Ortes. Dieses bewährte Konzept holen wir in die Zukunft", sagte Poschner. Die Pilotmärkte zeigten bereits jetzt eine deutlich positive Umsatzentwicklung.

Insgesamt elf Produkte bietet die Adeg unter der Eigenmarke „ADEG mit Leib und Seele" an. Diese ist als sortimentsübergreifende Spezialitätenmarke positioniert. Strenge Kriterien garantierten heimischen Ursprung und Top-Qualität, so Adeg. So müssen beispielsweise alle Rohstoffe aus Österreich stammen, die Produktion im Inland erfolgen, strenge Qualitätskriterien und Zulassungsbestimmungen erfüllt sowie ein Kaufleute-Verkostungsgremium überzeugt werden. Jedes Produkt dieser Eigenmarke ist mit dem Zitat eines Kaufmanns versehen, das den Spezialitätenaspekt des jeweiligen Produkts betone und die persönliche Note der Spezialitätenmarke unterstreiche. Werbliche Unterstützung gibt es im Hörfunk, durch das neue Kundenmagazin und die neue Webseite.