Karstadt Sozialplan für Schließung von vier Filialen steht

Lebensmittel Praxis | 25. August 2015

Karstadt will 2016 vier Warenhäuser schließen. Jetzt haben sich Arbeitgeber und Betriebsrat nach Angaben von Belegschaftsvertretern auf einen Sozialplan für rund 580 Mitarbeiter in Recklinghausen, Bottrop, Dessau und Neumünster geeinigt. Außer Abfindungen ist demnach auch die Gründung einer Transfergesellschaft vorgesehen.

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„Der Sozialplan für die Beschäftigten in den Schließungsfilialen ist unter Dach und Fach“, sagte Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ettl im Gespräch mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Nach „WAZ“-Informationen solle voraussichtlich Ende März der Betrieb in Bottrop und Dessau eingestellt werden, Ende Juni in Recklinghausen und Neumünster.

Im Detail sind laut Gesamtbetriebsrat beim Sozialplan unter anderem Abfindungen sowie eine Transfergesellschaft vorgesehen. Karstadt habe zugesichert, für die Beschäftigten in den von einer Schließung betroffenen Filialen kurzfristig kostenlose Bewerbungsschulungen anzubieten, um beim Wechsel zu neuen Arbeitgebern zu helfen.

Der Verhandlungsführer von Verdi für Karstadt, Arno Peukes, bezeichnete den Karstadt-Plan zur Schließung der vier Filialen als falsch. „Das Beispiel Mönchengladbach zeigt, dass es auch anders geht“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. In Mönchengladbach wird die Filiale mit Hilfe der Kommune gerettet. Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach übernimmt nach Angaben vom Juli die Filiale für einen mittleren Millionenbetrag vom bisherigen Eigentümer Highstreet und baut sie um. Dadurch kann ein Teil der bislang von Karstadt genutzten Fläche an andere Händler vermietet werden. Karstadt-Chef Stephan Fanderl hatte deshalb den Schließungsplan für diese Warenhausfiliale zurückgenommen.