Lieferdienst Flink Weniger Eis, mehr Hustentee – so verändert der Herbst das Bestellverhalten

Der Lieferdienst Flink verzeichnet im Herbst 95 Prozent mehr Teebeutel-Bestellungen als im Sommer – und 39 Prozent weniger Eis. In neun von zehn Städten liegt dabei der Hustentee vorn. Besonders auffällig: In Gießen stiegen die Kürbis-Bestellungen um 409 Prozent.

Mittwoch, 14. Oktober 2026, 09:37 Uhr
Theresa Kalmer
Der Quick-Commerce-Anbieter Flink liefert Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs innerhalb kurzer Zeit nach Hause. Bildquelle: Flink

Der Lebensmittel-Lieferdienst Flink hat Bestelldaten für den Herbst 2026 veröffentlicht, die den saisonalen Wandel im Einkaufsverhalten der Kunden abbilden. Demnach sind die täglichen Eis-Bestellungen seit August bundesweit um 39 Prozent gesunken, während die Nachfrage nach Teebeuteln um 95 Prozent gestiegen ist. In der ersten Oktoberwoche enthielt laut Flink jede 37. Bestellung mindestens einen Kürbis – drei Wochen vor Halloween.

Auffällig ist nach Angaben des Lieferdienstes, welcher Tee am häufigsten bestellt wird: In neun von zehn Flink-Städten führt der Hustentee die Rangliste an – von Berlin über Hamburg bis München. Nur in Heidelberg greifen die Kunden demnach häufiger zum Magen- und Darmtee. Auch der Tagesrhythmus hat sich laut Flink verschoben: Während Eis im Sommer seinen Bestellhöhepunkt um 21 Uhr erreichte, ordern die Kunden Teebeutel im Herbst am häufigsten um 16 Uhr. „Wenn man sieht, dass in fast jeder deutschen Stadt der Hustentee vor Kamille und Pfefferminze liegt, ist das kein Lifestyle-Signal mehr – das ist ein Krankheitsbericht in Echtzeit“, zitierte Flink seinen Deutschlandchef Lucas Rietz in der Mitteilung.

Beim Teekonsum zeigen sich den Daten zufolge deutliche regionale Unterschiede. München verzeichnet mit einem Plus von 128 Prozent den stärksten Anstieg bei Teebeutel-Bestellungen, gefolgt von Frankfurt mit 102 Prozent und Hamburg mit 87 Prozent. Berlin weist mit 76 Prozent den geringsten saisonalen Zuwachs auf. Auch bei Fertigsuppen liegt München mit einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Sommer vorn, während Hamburg mit 17 Prozent den geringsten Zuwachs zeigt.

Beim Kürbis ergibt sich laut Flink ein zweigeteiltes Bild. Den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnet München mit einem Plus von 251 Prozent gegenüber dem Sommer. Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf folgen mit Zuwächsen zwischen 186 und 190 Prozent. Hannover, Leipzig und Dresden hingegen hatten den Angaben zufolge bereits im Sommer überdurchschnittlich viele Kürbisse im Warenkorb, weshalb ihr prozentualer Anstieg moderater ausfällt. Abseits der Metropolen sticht Gießen hervor: Dort stiegen die Kürbis-Bestellungen um 409 Prozent – der höchste Wert aller ausgewerteten Städte.

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