Norwegische Stiftung gibt auf Eat Foundation stellt ihre Arbeit ein

Die norwegische Eat Foundation beendet 2026 ihre Arbeit. Struktur und Finanzierung reichen nicht mehr aus, um die Ziele zu erreichen. Die bekannte Eat-Lancet-Kommission, welche die Planetary Health Diet entwickelt hat, soll aber in neuer Form weiterlaufen.

Freitag, 13. Februar 2026, 11:41 Uhr
Manuel Glasfort
Wie kann ein Lebensmittelsektor aussehen, der den Planeten schont? Damit befasst sich die Eat Foundation, die ihre Arbeit nun einstellen soll. Bildquelle: Getty Images

Die norwegische Eat Foundation wird im Laufe des Jahres 2026 ihre Arbeit einstellen. Dies gab Johan Rockström, Vorsitzender des Beirates der Organisation, auf der Plattform Linkedin bekannt. Die Stiftung hatte sich mehr als ein Jahrzehnt lang für den Wechsel hin zu gesunden und nachhaltigen Ernährungssystemen eingesetzt.

Der Vorstand der norwegischen Eat Foundation kam nach Angaben Rockströms zu dem Schluss, dass die derzeitige Struktur und das Finanzierungsmodell der Organisation nicht ausreichend seien, um die verfolgten Ziele zu tragen. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer langen und gründlichen Überlegung gewesen, teilte Rockström mit. Der schwedische Wissenschaftler ist hauptberuflich Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor für Erdsystemforschung an der Universität Potsdam.

Die Eat Foundation hatte nach eigenen Angaben als erste Plattform Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammengebracht, um sich mit Gesundheit und Nachhaltigkeit im Bereich Ernährung zu befassen. Besondere Bekanntheit erlangte die Organisation durch die Eat-Lancet-Kommission, die 2019 erstmals eine wissenschaftliche Bewertung veröffentlichte. Diese quantifizierte gesunde Ernährungsweisen und definierte Nachhaltigkeitskriterien für Ernährungssysteme. Im Oktober 2025 veröffentlichte die Kommission ihren zweiten Bericht als begutachteten Artikel in der Fachzeitschrift „Lancet“.

Parallel zur Auflösung der Eat Foundation werden den Angaben zufolge mit Partnern und Geldgebern neue Wege erkundet, um ausgewählte Initiativen wie die Eat-Lancet-Kommission fortzuführen. Konkrete Vereinbarungen gebe es noch nicht, die Gespräche liefen aber, so Rockström. „Es ist ein trauriges Ende, aber sehr wahrscheinlich auch ein neuer Anfang“, so Rockströms Fazit auf Linkedin.

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