Brauereikonzern Heineken baut bis zu 6.000 Stellen ab

Der niederländische Brauereikonzern Heineken streicht weltweit bis zu 6.000 Stellen. Grund ist die schwache Nachfrage nach Bier. Für das laufende Jahr senkte das Unternehmen die Gewinnerwartungen.

Mittwoch, 11. Februar 2026, 12:30 Uhr
Thomas Klaus
Biermarkt in großer Krise: Heineken will mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum erreichen. Bildquelle: Heineken

Der niederländische Brauereikonzern Heineken streicht weltweit bis zu 6.000 Stellen. Der Abbau soll in den kommenden zwei Jahren erfolgen, wie das Unternehmen mitteilte. Grund ist die schwache Nachfrage nach Bier. Zu Heineken gehören unter anderem die Marken Tiger, Amstel und Desperados.

Stellenabbau Teil einer neuen Strategie bis 2030

Der Stellenabbau ist Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Heineken will mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum erreichen. Der Konzern erhofft sich davon deutliche Einsparungen. Unter anderem soll stärker auf Digitalisierung und den Einsatz von Kümnstlicher Intelligenz gesetzt werden. Mehrere Brauereistandorte sollen ebenfalls schließen.

Welche Länder in welchem Umfang von den Stellenstreichungen betroffen sein werden, ist noch nicht bekannt. Am Hauptsitz in Amsterdam sind jedoch 400 Stellen akut bedroht. Für Heineken arbeiten weltweit 87.000 Menschen in 190 Ländern.

Gewinnerwartungen für 2026 gesenkt

Im Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, so das Unternehmen. Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. 2025 wurde ein Umsatz von 34,2 Milliarden Euro und ein Gewinn von 1,9 Milliarden Euro erzielt.

Für das laufende Jahr 2026 senkte Heineken jedoch die Gewinnerwartungen. Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt. Heineken ist nach Umsatz die Nummer zwei der Brauereibranche.