Rohstoffmärkte Rohstoffpreise steigen im Januar um 5,5 Prozent

Der Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) legte im Januar deutlich zu. Energierohstoffe zum Beispiel verteuerten sich um 6,6 Prozent. Aber: Der Index für Nahrungs- und Genussmittel setzte seinen Abwärtstrend fort. 

Donnerstag, 12. Februar 2026, 13:00 Uhr
Thomas Klaus
Geringerer Preisauftrieb: Der Index für Nahrungs- und Genussmittel setzte seinen Abwärtstrend im Januar fort, obwohl die Rohstoffpreise insgesamt anzogen. Bildquelle: Getty Images

Der Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts stieg im Januar 2026 deutlich um 5,5 Prozent. Dies teilte das HWWI mit. Trotz dieses Anstiegs lag der Index Ende Januar weiterhin rund 10,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den beiden Monaten zuvor hatte der Index zunächst im November um 2,1 Prozent zugelegt und im Dezember um 1,8 Prozent nachgegeben.

Erdgaspreise mit Plus von 26,7 Prozent

Die Preise für Energierohstoffe verzeichneten im Januar einen deutlichen Anstieg von 6,6 Prozent. Im Dezember waren sie noch um 3,3 Prozent gesunken. Im Vergleich zu Januar 2025 notierte der Energierohstoffindex allerdings weiterhin um rund 15 Prozent niedriger. Die Preise für europäisches Erdgas stiegen im Januar um 26,7 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 8,6 Prozent zurückgegangen waren. Im Vorjahresvergleich lagen die Erdgaspreise im Januar 2026 um 18,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Index für Nahrungs- und Genussmittel sinken um 3,7 Prozent

Der Index für Nahrungs- und Genussmittel setzte im Januar seinen Abwärtstrend fort und ging um 3,7 Prozent zurück. Bereits im Dezember war er um 1,7 Prozent gesunken. Insgesamt lag der Index damit im Januar 2026 um 20,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Entwicklung prägte maßgeblich der Kakaopreis, der im Januar um 14,3 Prozent zurückging. Gegenüber dem Vorjahresniveau lag der Kakaopreis im Januar um 53,6 Prozent niedriger. Auch die Kaffeepreise gaben im Januar um 2,5 Prozent nach und lagen damit erstmals um 3,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Zinnpreise steigen um ein Fünftel

Beim Industrierohstoffindex gab es im Januar einen Zuwachs von 7,1 Prozent, nachdem er bereits im Dezember um 3,6 Prozent gestiegen war. Damit lag der Index rund 20,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Kupferpreise erhöhten sich im Januar um 10,6 Prozent und lagen damit um 46 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Besonders stark stiegen die Zinnpreise, die im Januar um 20,4 Prozent zulegten. Im Vorjahresvergleich lag der Zinnpreis im Januar 2026 um 68,7 Prozent höher.

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