In den letzten Jahren hat die Heißluftfritteuse einen regelrechten Boom erlebt und neue Maßstäbe bei der Zubereitung von Speisen gesetzt. Übrigens: Der Begriff „Airfryer“ ist markenrechtlich geschützt und gehört ausschließlich zu Geräten der Marke Philips. Produkte anderer Hersteller werden meist als „Air Fryer“ oder „Heißluftfritteuse“ geführt.
Trotz ihres Namens ist die Heißluftfritteuse keine klassische Fritteuse. Technisch ähnelt sie einem kompakten Backofen mit leistungsstarker Heißluftfunktion. Statt Speisen in Fett zu baden, setzt das Gerät auf heiße Luft, die über ein Heizelement erzeugt und durch einen starken Ventilator mit hoher Geschwindigkeit im Garraum verteilt wird. Diese gleichmäßige Luftzirkulation sorgt dafür, dass das Gargut von allen Seiten gart und appetitlich bräunt.
Weniger Fett, kürzer garen
Ein Vorteil ist die deutlich fettärmere Zubereitung. So reichen für Pommes frites oder vorfrittierte Produkte ein bis zwei Esslöffel Speiseöl völlig aus. Ein Vorheizen ist in der Regel nicht nötig, denn der kleine Garraum erreicht schnell die gewünschte Temperatur. Dadurch sind viele Speisen schneller fertig als im Backofen. Gleichzeitig ist der Energieverbrauch geringer.
Grundsätzlich lassen sich sehr viele Lebensmittel zubereiten, die auch im Backofen oder in der Pfanne gelingen, wie Tiefkühl-Snacks, Backwaren, Gemüse oder Fleischgerichte. Vor allem kleinere Portionen sind aufgrund kürzerer Garzeiten schneller fertig. Nachteil: Das Volumen ist begrenzt, für große Mengen ist der klassische Ofen praktischer. Zudem beansprucht das Gerät viel Platz. Vorsicht ist bei sehr kleinen und leichten Zutaten wie Kräutern geboten. Sie könnten durch die Luftzirkulation durch den Garraum wirbeln und an den Heizstäben haften bleiben.
Für ein gleichmäßiges Garergebnis gilt: den Korb nicht überladen. Empfehlenswert ist es, ihn während des Garvorgangs kurz herauszunehmen und den Inhalt – etwa Pommes oder Wedges – leicht zu schütteln oder mit einem Holzlöffel vorsichtig umzurühren.
Sicherheit beachten
Auch ein paar Sicherheitsaspekte sind zu beachten. Heißluftfritteusen sollten mindestens zehn Zentimeter Abstand von der Wand haben, um einen Hitzestau oder eine Überhitzung zu vermeiden. Backpapier sollte für Heißluftfritteusen geeignet und mit Lebensmitteln beschwert sein. Es darf die Heizspirale nicht berühren – Vorsicht, Brandgefahr! Wer den Garraum einschließlich der Heizspirale mit warmem Spülwasser und einem weichen Reinigungstuch regelmäßig säubert, verhindert, dass sich Fett ablagert. Wichtig dabei: vorher den Stecker ziehen und das Gerät vollständig abkühlen lassen.

1. Temperaturregelung, 2. Steuerelektronik, 3. Zeitschaltuhr, 4. Heizelement, 5. Ventilator, 6. Heißluftumwälzung, 7. Ablauf für Speisereste, 8. Speisekorb, 9. Speisereste-Auffangbehälter
Viele Varianten
Wie bei den meisten Küchengeräten unterscheidet sich auch die Ausstattung der Heißluftfritteusen mitunter erheblich. So gibt es Modelle mit einer Kammer oder zwei Kammern, mit nebeneinanderliegenden oder gestapelten Körben bis hin zu großen Megabaskets. Die Flexibilität eines Air Fryers hängt vor allem von seiner Leistung, dem Volumen und der Temperatur ab. Mit bis zu 2.500 Watt Leistung, einem Fassungsvermögen von bis zu neun Litern und einem Temperaturbereich von 200 bis 240 Grad Celsius bieten diese Geräte viel Spielraum.
Zusätzliche Ausstattungen
Auch Ausstattungsdetails können beim Kauf eine Rolle spielen: So können Sichtfenster, spezielle Korb-Beschichtungen, Führungsschienen für den Korb oder voreingestellte Programme für Pommes frites, Hähnchen oder Gemüse den Bedienkomfort erhöhen. Moderne Modelle bieten weitere Funktionen wie Warmhalten, Dörren, Dampfgaren und Kombinationen aus Heißluft und Wasserdampf. Manche Geräte verfügen auch über Touchdisplays oder sie lassen sich mit dem WLAN verbinden.

