Geflügelpest H7N7 Betrieb im Emsland gesperrt

Lebensmittel Praxis | 28. Juli 2015

In Niedersachsen sind Hühner an der Geflügelpest, der hochansteckenden Variante der Vogelgrippe, erkrankt. Die Behörden haben im Emsland einen Betrieb gesperrt. Die Tiere wurden laut Landwirtschaftsministerium in Hannover bereits getötet.

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Dem Betrieb war bei Eigenkontrollen der Verdacht auf die Vogelgrippe gekommen. Untersuchungen des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hatten den Verdacht bestätigte. Dem Friedrich-Loeffler-Institut zufolge handelt es sich um den Viren-Subtyp H7N7. Um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, hat der Landkreis Emsland einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei km und einen Beobachtungsradius von zehn km errichtet. Die Geflügelbestände in einem Umkreis von einem km wurden ebenfalls getötet. Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises handelte es sich dabei um rund 10.000 Tiere aus vier Betrieben. Neben dem Bestand des Betriebs, auf dem die Krankheit ausgebrochen ist, wurden auf drei anderen Höfen weitere 60 Tiere getötet. Laut Landkreis befinden sich im 3-km-Sperrbezirk 35 Betriebe mit 33.800 Tieren, und in der 10-km-Beobachtungszone 126 Betriebe mit 2,6 Mio. Stück Geflügel. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich auch in den benachbarten Kreis Cloppenburg im Bereich Löningen. 

Im Dezember 2014 war die hochansteckende Vogelgrippe vom Typ H5N8 in den Kreisen Cloppenburg und Emsland ausgebrochen. Im März und im Juni brach in den Kreisen Cuxhaven und Emsland die niedrigpathogene Form der Vogelgrippe vom Typ H7N7 aus.  Menschen könnten sich bei erkrankten und toten Vögel sowie bei Vogelprodukten und Vogelausscheidungen anstecken. Die Krankheit wird in Hausgeflügelbestände meist indirekt über Menschen übertragen, die bereits Träger des Virus sind. Eine Übertragung erfolgt auch über Fahrzeuge und Ausscheidungen. In den Tierbeständen breitet sich das Virus sehr schnell aus.