Im Erpressungsfall gegen den Babykost-Hersteller Hipp hat das Landesgericht Eisenstadt in Österreich den Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen. Der 39-Jährige darf das laufende Verfahren nun in Freiheit abwarten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. An dem dringenden Tatverdacht ändere sich den Angaben zufolge nichts.
Der Mann war Anfang Mai 2025 festgenommen worden. Er soll als ehemaliger Mitarbeiter des Babykost-Herstellers aus dem bayerischen Pfaffenhofen jeweils zwei Gläschen in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift versetzt und in Supermärkten platziert haben, um das Unternehmen zu erpressen. Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe.
Laut einem Gutachten enthielt eines der sichergestellten Gläser 15 Mikrogramm Rattengift. Diese Dosis sei zwar nicht lebensbedrohlich, aber potenziell gesundheitsschädlich gewesen, stellten die Gutachter fest.
Gericht ordnet Reisepassabgabe und Wohnortauflagen an
Um sicherzustellen, dass der 39-Jährige während des Verfahrens im Inland bleibt, ordnete das Gericht laut dem Sprecher mehrere Maßnahmen an: Der Verdächtige musste ein Gelöbnis abgeben, seinen Reisepass abgeben und Weisungen zu seinem Wohnort befolgen.
Als nächsten Schritt erwartet das Gericht die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.