Schlecker Französische Tochter verkauft

Lebensmittel Praxis | 31. Mai 2012

Am Freitag wird über die Zukunft der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker entschieden. Abschlussreife Investorenangebote sollen nach dpa-Informationen weiterhin nicht vorliegen. Derweil wurde das Frankreich-Geschäft verkauft.

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Der „Südwest Presse" zufolge ist beim Gläubigerausschuss am Freitag eine Entscheidung über die Abwicklung zu erwarten. „Das Urteil ist gefallen. Am kommenden Freitag gibt es nur die Verkündung", zitierte das Blatt am Mittwoch Branchenkenner. Am vergangenen Freitag hatte der Schlecker-Gläubigerausschuss die Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens auf den 1. Juni verschoben und den Investoren eine letzte Chance eingeräumt, ihre Angebote nachzubessern. Gelingt es Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nicht, bis dahin einen Investor mit belastbarem Angebot zu präsentieren, werden der Betrieb eingestellt und Vermögenswerte veräußert.

„Ich sehe einen kleinen Ansatz einer möglichen Wende", sagte Betriebsratschefin Christel Hoffmann. Derzeit laufen Medienberichten zufolge noch „harte Verhandlungen" zwischen Geiwitz und den zwei verbliebenen Investoren, Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und US-Investor Cerberus Capital Management.

Derweil hat Schlecker seine französische Tochtergesellschaft Schlecker SNC (139 Filialen, 750 Mitarbeiter) an das französische Einzelhandelsunternehmen Système U verkauft. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Durch die Übernahme sei der Fortbestand der Beschäftigungsverhältnisse gesichert. Die Filialen werden unter den Marken und Konzepten von Système U als Nahversorger fortgeführt.