Kaufhof Sparpläne von Berggruen

Lebensmittel Praxis | 21. November 2011

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen plane für den Fall, dass er den Zuschlag für die Kaufhof-Übernahme erhalte, circa 50 der 227 Kaufhof-Filialen zu schließen und rund 6.000 Stellen zu streichen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

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In einem Geheimpapier zum „Projekt Zeus" steht auch die Kölner Kaufhof-Zentrale zur Disposition. Daneben könnten die großen Luxus-Warenhäuser sowie die Sport-Läden verkauft werden, z.B. an Harrod's oder Selfridges. Die geplante Deutsche Warenhaus AG aus Karstadt und Kaufhof solle dann 2016 an die Börse gehen. Ein Berggruen-Sprecher sagte am Samstag, bei dem Dokument handele es sich um ein im Auftrag der Berggruen Holding erstelltes Diskussionspapier, das nicht Grundlage konkreter Planungen sei.

Die Kaufhof-Mutter Metro spricht laut ihrem scheidenden Chef Eckhard Cordes weiter mit mehreren Interessenten. Neben Berggruen interessieren sich auch der österreichische Immobilien-Investor Rene Benko und der ehemalige KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban für die Metro-Tochter. Benko selbst setzt auf einen schnellen Abschluss: „Sollten wir Metro überzeugen können, dann könnte die Entscheidung bei der Metro-Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember erfolgen", sagte er der österreichischen Zeitung „Kurier". Berggruen hatte vor wenigen Tagen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Wir sind der logische Käufer, denn wir könnten die beiden großen deutschen Warenhausketten unter einem Dach bündeln."