Metro Group Konjunktureller Gegenwind

Lebensmittel Praxis | 03. November 2011
Metro Group:  Konjunktureller Gegenwind

Bildquelle: Metro Group

Deutschlands größtem Handelskonzern Metro bläst durch die Schuldenkrise in Europa und die abflachende Konjunktur ein schärferer Wind ins Gesicht. Im dritten Quartal sanken die Erlöse der Metro-Gruppe um zwei Prozent auf knapp 16 Mrd. Euro.

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Der Umsatz der Metro Group bis einschließlich September erreichte ein Volumen von 47,2 Mrd. Euro (minus 0,6 Prozent). Den größten Rückgang verbuchte die Tochter Galeria Kaufhof. Ihr Umsatz sackte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 3,3 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Für den seit Langem geplanten Verkauf der Warenhauskette liegen inzwischen zwei konkurrierende Angebote, von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen und von der Immobilienfirma Signa, hinter der der griechische Milliardär George Economou stehen soll und an der nach Informationen des Handelsblatts der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking maßgeblich beteiligt sein soll.

Die SB-Warenhaus-Kette Real musste bis einschließlich September ein Umsatzminus von 1,7 Prozent auf 8,1 Mrd. Euro hinnehmen. Die deutschen Filialen erreichten jedoch ein flächenbereinigtes Plus von 0,5 Prozent auf 6 Mrd. Euro, bei einer Trendverbesserung von 0,7 Prozent im 3. Quartal. Die Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung der Real-Märkte werden weiter umgesetzt. Das Real-Filialnetz in Deutschland mit seinen 316 Standorten ist inzwischen zu 75 Prozent modernisiert.

Die Cash&Carry-Märkte verbesserten in den ersten neuen Monaten des laufenden Geschäftsjahres ihren Umsatz international um 0,4 Prozent auf 22,6 Mrd. Euro. In Deutschland ging der Umsatz aufgrund von Standortabgaben im Vorjahr um 3,1 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro zurück, erreichte damit aber flächenbereinigt das Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das Ergebnis im Konzern legte im dritten Quartal vor allem wegen des laufenden Sparprogramms deutlich zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um knapp 38 Prozent auf 614 Mio. Euro. Den größten Anteil hieran hat die Großhandelssparte mit rund 45 Prozent oder 276 Mio. Euro. Der Nettogewinn der Metro Group verbesserte sich um rund 27 Prozent auf 190 Mio. Euro.