Aldi UK Unterschiedliche Sichtweisen

Lebensmittel Praxis | 23. Februar 2017
Aldi UK: Unterschiedliche Sichtweisen

Bildquelle: Aldi UK

Aldi Uk steht in der Rangliste der britischen Supermärkte auf Platz fünf. Mehr verkaufen nur noch die die vier Handelsunternehmen Tesco, Sainsbury's, Morrisons und Asda. Lidl steht an achter Stelle. Die beiden deutschen Discountableger zusammen haben sich nach Analysen der  Konsumforscher von Kantar Worldpanel zufolge rund 11 Prozent Marktanteil erobert.

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Aber darüber, wie es mit Aldi und Lidl auf der Insel weiter geht, herrschen unterschiedliche Meinungen.  Der Einbruch des Pfundkurses als Folge des Brexits wird zu einem Preisanstieg auf dem Lebensmittelmarkt führen. 40 Prozent der Lebensmittel, die auf der Insel konsumiert werden, sind importiert. Wegen langfristiger Lieferverträge wird es aber Monate dauern, bis die Preissteigerung beim Kunden ankommt.
Die Konsumforscher von Kantar Worldpanel sind der Meinung, dass Aldi und Lidl vom Brexit profitieren könnten. Dafür müssten die beiden aber noch mehr Menschen in die Läden zu locken. Experten der Investmentgesellschaft Alliance Bernstein glauben, dass nur eine lange und tiefe Rezession zu weiteren Wanderungsbewegungen in Richtung Aldi und Lidl führen könnte. Davon ist Großbritannien aber trotz Brexit weit entfernt. Anderseits profitieren  Aldi und Lidl von einem guten Image, steigender Markenbekanntheit und einem Upgrade der Sortimente. Damit kommen mehr kaufkräftige Kunden aus dem Mittelstand in die Filialen.

Bei Kantar Worldpanel ist man sicher, dass die Discounter mindestens bis etwa 2020 weiterwachsen werden, hauptsächlich mit neu eröffneten Filialen. In den kommenden fünf Jahren will Aldi die Zahl seiner Märkte von bislang 660 auf 1000 erhöhen. Lidl unterhält ähnlich viele Läden auf der Insel und will langfristig auf 1500 Filialen kommen. Doch die Experten der Investmentgesellschaft Alliance Bernstein sind skeptisch. Sie glauben, dass weitere Neueröffnungen bald auf dem Prüfstand stehen werden