Bildquelle: TH-ERN e. V.

Mitteldeutscher Ernährungsgipfel Trio mit Zuwachswunsch

Steile Karriere: Schon bei seiner zweiten Auflage ist der Mitteldeutsche Ernährungsgipfel das wichtigste Branchentreffen in der Region.

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„Zukunft gestalten – Herausforderungen, Chancen, Perspektiven“ war das Motto des 2. Mitteldeutschen Ernährungsgipfels. Im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg/Unstrut gab‘s spannende Vorträge und genug Zeit fürs Netzwerken und Diskutieren.

Träger der Veranstaltung sind die Ernährungsnetzwerke der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Dort ist die Ernährungsbranche die größte bzw. zweitgrößte Wirtschaftszweig der verarbeitenden Industrie. Insgesamt erzielen die Unternehmen in Mitteldeutschland einen Umsatz von knapp 20 Mrd. Euro.

Organisiert wurde der 2. Mitteldeutsche Ernährungsgipfel von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt. Dabei ist die Veranstaltung nicht auf die drei Bundesländer begrenzt: Ihre Netzwerke sind offen für alle Interessierten. In diesem Jahr kamen mehr als 10 Prozent der Teilnehmer aus anderen Bundesländern. Einer von ihnen war Gunnar Hemme, Geschäftsführer der Hemme Milch GmbH aus Angermünde. Er war schon beim ersten Mal dabei und schätzt die inhaltlich guten Vorträge. Sie gäben Denkanstöße, für die in der täglichen Arbeit keine Zeit sei. Ähnlich positiv sieht es Ekkehard Heilemann, Geschäftsführer Keunecke Feinkost. Er lobt den Erfahrungsaustausch.

20 Mrd. Euro

beträgt der Gesamtumsatz der Unternehmen der Ernährungsbranche in Mitteldeutschland pro Jahr.

Der Ernährungsgipfel ist das wichtigste Branchentreffen der mitteldeutschen Lebensmittelindustrie. Rund 230 Teilnehmer aus aus mehr als 100 Unternehmen und Institutionen waren gekommen, um Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Handel zuzuhören. Die Key-Note-Speach hielt Jörg Felgner, Wirtschaftsminister aus Sachsen-Anhalt. Martin Fassnacht, Professor an der Otto Beisheim School of Management in Frankfurt am Main, beleuchtete die künftige Rolle von Marken bei Discountern, Andreas Pogoda von der Brandmeyer Markenberatung sprach über Markenführung in mittelständischen Unternehmen.

Zum Anderssein rief Cay von Fournier auf: Der Arzt und Unternehmer ist ein Querdenker und setzt sich mit Themen aus dem Bereich ganzheitlicher Unternehmensführung auseinander. Hier komme den Mitarbeitern eine zentrale Rolle zu, denn sie seien entscheidend für die Außendarstellung eines Unternehmens. Fourniers Credo: „Seien Sie eine andersArtige Firma, die anders-artige Mitarbeiter mit einer anders-artigen Ausbildung beschäftigt, die auf anders-artige Arbeiten spezialisiert sind, die andersArtige Dinge zu anders-artigen Preisen bietet und dies in völlig andersArtiger Qualität.“ Für Fourier gilt: Anders und nicht artig.