Die deutsche Ernährungsindustrie hat im November 2025 preisbereinigt 0,5 Prozent weniger umgesetzt als im November 2024. Das Auslandsgeschäft schrumpfte real um 3,1 Prozent. Dies geht aus dem Konjunkturreport der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor. Nominal erzielten die Lebensmittelhersteller einen Umsatz von 19,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.
Inlandsgeschäft verlief besser als Auslandsgeschäft
Das Inlandsgeschäft entwickelte sich besser als das Auslandsgeschäft. Die Hersteller setzten im Inland 12,6 Milliarden Euro um, nominal 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Auslandsumsatz belief sich auf 7,3 Milliarden Euro, ein nominales Minus von 2,7 Prozent. Die Verkaufspreise im Inland stiegen um 0,9 Prozent, die Ausfuhrpreise um 0,5 Prozent. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 2,4 Prozent.
Speisekartoffeln knapp 45 Prozent billiger
Die Preise für Agrarrohstoffe entwickelten sich unterschiedlich. Der FAO Food Price Index fiel im Januar auf 123,9 Punkte, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark sanken die Preise für Zucker mit 19,2 Prozent und für Milchprodukte mit 14,9 Prozent. Die Preise für Öle stiegen dagegen um 10,2 Prozent, die für Fleisch um 6,1 Prozent. Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im November 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Speisekartoffeln verbilligten sich um 45,6 Prozent, während Rinder um 28,7 Prozent teurer wurden.
Ifo-Institut berichtet von gedämpfter Stimmung
Die Stimmung in der Branche bleibt gedämpft, wie auch der BVE-Konjunkturreport zeigt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar zwar um 5,1 Punkte auf 89,3 Punkte, liegt aber weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 100. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sank leicht auf 87,3 Punkte. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich auf 91,2 Punkte. Allerdings rechnen 36,8 von 100 befragten Unternehmen mit einer Verschlechterung, nur 18,8 erwarten eine Verbesserung.
Das Konsumklima verschlechterte sich im Januar. Der GfK-Index sank von minus 23,4 auf minus 26,9 Punkte. Für Februar wird jedoch eine Erholung auf minus 24,1 Punkte erwartet. Die allgemeinen Verbraucherpreise lagen im Dezember 2025 um 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat blieben sie unverändert.