Monsanto Zieht Angebot für Syngenta zurück

LEBENSMITTEL PRAXIS | 27. August 2015

Der Deal ist vom Tisch. US-Agrarkonzern Monsanto (St. Louis, Missouri) wird nicht mit seinem Schweizer Wettbewerber Syngenta fusionieren. Auch das nachgebesserte Angebot entsprach nicht den Erwartungen von Syngenta.

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Angesichts des fehlenden konstruktiven Engagements von Syngenta werde sich Monsanto auf seine eigenen Stärken konzentrieren und sein Aktienrückkaufprogramm sobald wie möglich fortsetzen, verlautet aus St. Louis zur abgeblasenen Übernahme. Monsanto hatte nach eigenen Angaben am 18. August sein Angebot von 449 auf 470 CHF je Syngenta-Aktie angehoben, berichtet dpa. Das hätte den Konzern mit knapp 44 Mrd. CHF (40,8 Mrd. Euro) bewertet. Syngenta-Aktionäre sollten 30 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.

Ein Teil des Kaufpreises wäre dem Angebot zufolge in Monsanto-Aktien entrichtet worden. Somit habe der Wert bei 433 CHF (rund 400 Euro) gelegen. Das Angebot habe den Wert des Unternehmens in signifikanter Weise unterschätzt, kommentierte Syngenta das Nein des Verwaltungsrats zur Monsanto-Offerte. Zudem hätte es Unklarheiten gegeben, z. B. in Bezug auf die zu erwarteten Kosten und Umsatzsynergien.