Spar Österreich Bußgeld wegen Preisabsprachen

Lebensmittel Praxis | 27. November 2014

Dem Handelsunternehmen Spar Österreich wurde vom Kartellgericht wegen Preisabsprachen eine Strafe von 3 Mio. Euro auferlegt. Die Bundeswettbewerbsbehörde wirft dem Konzern vor, Endverkaufspreise mit Herstellern abgesprochen zu haben, die über die Lieferanten auch an andere Handelsunternehmen weitergegeben worden seien.

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Dies ist ein Teilbeschluss und bezieht sich auf Molkereiprodukte. In einem zweiten Bußgeldverfahren geht es um 16 weitere Warengruppen. Bei der Begründung des noch nicht rechtkräftigen Urteils führte  das Gericht an, dass es sich nicht um Einzelfälle gehandelt habe, sondern um systematische Verkaufspreisabsprachen zwischen Händler und Mopro-Herstellern. Nach Auffassung der Wettbewerbsbehörde wurde  in diesem Fall ein unzulässiger sozialer und wirtschaftlicher Druck aufgebaut. Nur über Einstandspreise dürfte demnach gesprochen werden. Spar bewertet die Gespräche mit Lieferanten über Verkaufspreise als üblich und nicht illegal.


Konkurrent Rewe (Billla, Merkur etc.) war im Mai vergangenen Jahres ebenfalls wegen Preisabsprachen nach einem Settlement mit der Behörde zu einem Bußgeld von 20,8 Mio. Euro verdonnert worden.